Zum Wahlkampfauftakt veranstaltete die Wählergemeinschaft Untersteinach e.V. (FW-WGU) einen Infoabend mit anschließendem Bürgergespräch. Weit über 40 Zuhörer waren vor Ort. Dies geht aus einer Pressemitteilung der WGU hervor.

Der Kandidat für das Bürgermeisteramt und Vorsitzende der WGU, Helmut Bergmann, stellte die Eckpunkte des Parteiprogramms vor. Anschließend erläuterte er gemeinsam mit den beiden Gemeinderatskandidaten Tobias Eichner und Markus Weigel die einzelnen Punkte im Detail.

Zukunftssichere Versorgung

Hauptthema war nach wie vor eine zukunftssichere Wasserversorgung Untersteinachs. Hier machte Bergmann deutlich, dass zuerst vorrangig die immensen Wasserverluste abzustellen seien, bevor über weitere Schritte wie den Anschluss an einen Fernwasserversorger nachgedacht werde. Hier stimme er mit dem Erläuterungsbericht des Planungsbüros überein.

Es sei den Bürgern nicht zuzumuten, fuhr Bergmann fort, die Wasserverluste weiter bezahlen zu müssen. Zur Verdeutlichung machte er klar, dass die Verluste in den Jahren 2014 bis 2018 zusammen unglaubliche 326 000 Kubikmeter betragen hätten. Im Fall eines Wahlsieges versprach Bergmann, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Kosten über einen längeren Zeitraum verträglicher auf die Haushalte umzulegen. So würde man auch die bereits öfters empfohlene Leckageortung in Angriff nehmen und dann die entsprechenden Maßnahmen umgehend einleiten.

Die Wasserversorgung stelle eine Pflichtaufgabe der Gemeinde dar; anfallende Kosten, die nicht gedeckt oder von dritter Seite förderfähig seien, müssten von den Bürgern getragen werden. Hier möchte die Wählergemeinschaft bereits im Vorfeld alle verfügbaren Informationen bereitstellen. Dies vor dem Hintergrund, dass notwendige Ausgaben von den Bürgern besser geplant werden könnten und sich so "niemand von heute auf morgen verschulden muss".

Bergmann sicherte zu, bei einem Wahlsieg mehr Transparenz, Information und Bürgerbeteiligung stattfinden zu lassen. Auch wolle er mit den Gemeinderatsmitgliedern enger zusammenarbeiten und diesen im Vorfeld alle Informationen zur Verfügung stellen.

Auch das Thema Straßensanierung beschäftigte die Versammlung. Tobias Eichner machte darauf aufmerksam, dass der von Markus Weigel eingebrachte Antrag auf Durchführung einer jährlichen Straßenbegehung abgelehnt wurde.

Im Falle eines Wahlsieges werde man dieses Thema wieder aufgreifen, um zielgerichteter gegen Schlaglöcher und Straßenschäden vorgehen zu können.

Eichner versuchte, den Anwesenden zu vermitteln, dass die

WGU nicht nur kritisiere, sondern gleichzeitig konstruktive Vorschläge für alternative Lösungen mache. Der amtierende Gemeinderat Markus Weigel monierte, dass man im Gemeinderatsgremium nicht bereit sei, über den eigenen Tellerrand zu blicken.

"Auf die lange Bank geschoben"

So sei sein Antrag auf Urnenstelen am Friedhof wieder einmal, wie viele andere, auf die lange Bank geschoben worden. Nachfrage sei vorhanden, jedoch wurde eine Entscheidung zu diesem Antrag erneut vertagt. Man müsse eben diskutieren, ob die Gemeinde Bürgern diese neue Form der Bestattung ermöglichen solle - und nicht gleich von vorneherein ablehnend gegenüberstehen.

Nachholbedarf sah man darin, Bauplätze für junge Familien zu

schaffen, um den Schulstandort zu stärken. Hier könnte jedoch die bereits vorhandene Kreditaufnahme der Gemeinde eine Herausforderung darstellen. red