Mit dem erfolgreichen Kinofilm "Lied der Wildbahn" (1949) und der Specht-Dokumentation "Zimmerleute des Waldes", mit deren englischer Version "Woodpecker" in einer Sendung der BBC 1954 in England sogar die Einschaltquoten der Fußballweltmeisterschaft in Bern übertroffen wurden, legte Heinz Sielmann den Grundstein für die Erfüllung eines Traums: Afrika.


Damals noch unberührt

Das Belgische Königshaus wollte den Besuchern der Weltausstellung 1958 in Brüssel die noch unberührte Natur im damaligen Belgisch-Kongo - der heutigen Demokratischen Republik Kongo - zeigen. Ein internationales Team von Filmschaffenden wurde ausgewählt; die Regie wurde Heinz Sielmann übertragen. 18 Monate war das Team unterwegs. Mitten im Urwald entstand ein Filmdorf mit Gehegen, in denen die scheuen Tiere des Urwalds geduldig an die Kamera gewöhnt wurden.
So gelang es beispielsweise, das Verhalten des großen Nashornvogels, des Kongopfaus und der Urwald-Warane zu dokumentieren.
Heinz Sielmann hatte sich in den Kopf gesetzt, das Familienleben der Gorillas zu filmen, die damals als Furcht erregende Bestien verschrien waren. Zu diesem Zweck bauten seine Mitarbeiter zwei Gehege für eine ganze Gorillafamilie. Hier entstanden einmalige Aufnahmen vom einschüchternden Imponiergehabe der Männchen, vom Sozialverhalten der Gruppe und den Spielen der jungen Gorillas.


Film wurde Welterfolg

Der Cinemascope-Film "Herrscher des Urwalds" wurde zu einem Welterfolg. In Zusammenarbeit mit der Heinz-Sielmann-Stiftung wird der Film am morgigen Sonntag, 19. Februar, um 15 Uhr im Naturkundemuseum Coburg noch einmal gezeigt.
Die Sonderausstellung "Heinz Sielmann - Ein Leben für die Natur" ist noch bis zum 26. März zu sehen. red