B raucht jemand den Weltmännertag? Kommt natürlich drauf an wofür er da ist. Der, der seit dem Jahr 2000 immer am 3. November begangen wird, hat wichtige Ziele: Es gibt normalerweise Aktionen, bei denen über Männergesundheit informiert und beraten wird. Immer noch haben Männer eine geringere Lebenserwartung als Frauen, was unter anderem daran liegt, dass sie in ihrem Leben weniger Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen. Das hat natürlich auch vielerlei Gründe, die hier im weiteren keine Rolle spielen. Wir holen uns zum Weltmännertag allerdings ein Spiel auf den Tisch, in dem es um einen typisch männlichen Beruf geht, nämlich um den Samurai. So werden im Westen traditionelle japanische Krieger bezeichnet, die politisch in Machtpositionen gekommen waren.

In "Kaito", japanisch für Meisterdieb, sind wir zwei Samurai und versuchen, uns gegenseitig die Schwerter, Helme und Wappen wegzunehmen. Die liegen als Spielsteine in einem Quadrat aus sechs mal sechs Kästchen zufällig verteilt aus. Mittendrin ist ein "Kaito" unterwegs, den wir immer abwechselnd waagrecht oder senkrecht ziehen. Den Stein, auf dem sein Zug endet, schlagen wir. Wenn es uns gelingt, alle sieben fremden Schwerter oder alle drei fremden Helme zu bekommen, haben wir gewonnen.

Damit das nicht zu schnell geht, haben wir die Möglichkeit, mit fremden Wappen, die wir geschlagen haben, einen Helm oder ein Schwert zurückzutauschen. Diese Regel wiederum kann dazu führen, dass wir unter Umständen auch mal einen eigenen Wappen-Stein aus dem Spiel nehmen. Dann kann ihn nämlich der andere nicht mehr bekommen und auch nicht zum Tauschen nutzen.

So geht das hin und her, wir grübeln und ziehen - und irgendwann stellt einer von uns fest, dass er seine Niederlage nicht mehr verhindern kann. Das ist nicht schön, aber das Spielerlebnis war es trotzdem. "Kaito" ist eine rundum gelungene strategische Herausforderung, die auch deshalb viel Spaß macht, weil das Material grafisch sehr gefällig gestaltet ist und sich gut anfühlt: Wir haben quadratische Holzsteine, die rote oder schwarze Zeichnungen tragen.