Dieser Anblick passt nicht zu dem schmucken Häuschen am Oberen Kaulberg: Direkt vor dem Anwesen liegen stets volle gelbe Säcke, selbst an Tagen, nachdem die Säcke abgefahren worden sind. Hinzu kommen Restmüllsäcke, die buchstäblich zum Himmel stinken. Die Anwohner haben sich hilfesuchend an die Stadt Bamberg gewandt, wie diese nun mitteilt.
Doch bisher haben die Maßnahmen der Stadt keinen Erfolg gezeigt. "Die Abfallberater haben alles Erdenkliche versucht, die oder den Verursacher zu identifizieren, um auf ihn einzuwirken. Zudem wurden alle Bürgerinnen und Bürger, die in der näheren Umgebung wohnen, schriftlich über den richtigen Umgang mit den gelben Säcken und dem Restmüll aufgeklärt", heißt es in dem Schreiben der Stadt.


Anwohner ärgern sich

Ärger bereiten die wilden Müllhalden vor allem jenen Bürgern, die sich selbst vorschriftsmäßig verhalten und trotzdem den hässlichen Anblick von sich auftürmenden gelben Säcken und Plastikbeuteln hinnehmen müssen.
Um die Nachbarn der illegalen Müllhalde zu entlasten, schickt das städtische Umweltamt mittlerweile regelmäßig die Müllabfuhr, um dort aufzuräumen. Sollten der oder die Übeltäter entdeckt werden, werden sie zur Kasse gebeten: zwischen 50 und 1500 Euro Bußgeld für die stadtverschandelnde Ordnungswidrigkeit fallen an.
Aus gegebenem Anlass weist die Stadt Bamberg darauf hin, dass kein Hausmüll im öffentlichen Raum entsorgt werden darf. Gefüllte gelbe Säcke oder zum Beispiel Windelbeutel dürfen erst am Abholtag frühmorgens an den Straßenrand gestellt werden.
Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, kann sich über die Kontaktdaten in der Infobox in der Verwaltung melden.
Die Meldung der Stadt hat auf Facebook auch schon Resonanz erzeugt. So schreibt der User Helmut H.: "Tja, der Müll in Bamberg hat keine Nummernschilder. Wenn die Stadt Bamberg wirklich ein Interesse an der Sauberkeit ihrer Stadt hätte, würde sie die Parküberwacher auch damit beauftragen!"
Aus seiner Sicht vermülle Bamberg nicht nur hier, sondern auch am Bahnhof. "Wenn man jemanden erinnert, bekommt man eine blöde oder obszöne Antwort oder es werden gleich Schläge angedroht", berichtet der User. red