Die Schüler des gesamten Stadtgebiets möglichst so auf die Grundschulen zu verteilen, dass alle drei optimal ausgelastet sind, das möchte der Stadtrat mit einem Antrag an die Regierung von Oberfranken erreichen. Damit sollen die Schulsprengel neu organisiert werden.

Momentan besuchen 446 Schüler die drei Grundschulen Mitte, Mönchröden und Einberg. Wobei die Schule Einberg gerade saniert wird und die Schüler deswegen im Gebäude der ehemaligen Firma Living Glass in Oeslau unterrichtet werden.

Nicht zuletzt aufgrund der stabilen und tendenziell sogar steigenden Geburtenzahlen in der Stadt während der vergangenen Jahre ist die Schülerzahl recht stabil. So wie die Schulsprengel zurzeit gestaltet sind, gibt es für die Grundschule Mitte keine nennenswerten Schwankungen, was die Schülerzahlen angeht. Die Schule kann stabil zweizügig geführt werden. Es gab sogar schon Jahre, in denen drei Klassen eines Jahrgangs gebildet werden mussten, wie Bürgermeister Marco Steiner (FW) bei der Sitzung des Stadtrats informierte.

Anders bei den Schulsprengeln Einberg und Mönchröden. Dass es dort immer wieder zu Veränderungen kommt, führt die Verwaltung unter anderem auf die Entwicklung von Baugebieten und die Altersstruktur in den jeweiligen Sprengeln zurück.

Außerdem erzeugt das Schulprofil der beiden Grundschulen Verschiebungen. Während sich Einberg als "Flexible Grundschule" bezeichnet, hat sich die Schule in Mönchröden auf Inklusion ausgerichtet. Das führt jeweils zu Gastschulanträgen, die Schüler innerhalb der Sprengel verschieben. Das Ergebnis ist aus Sicht der Verwaltung, dass sich für Einberg in den kommenden Jahren leicht sinkende Schülerzahlen prognostizieren lassen. Dagegen wirken sich in Mönchröden die in den Stadtteilen des Froschgrundes geburtenstarken Jahrgänge 2014/15 aus und lassen einen Anstieg der Schülerzahlen erwarten. Nun ist die Stadt als Sachaufwandsträger für die ordnungsgemäße Unterbringung der Schüler zuständig. "Deshalb wird zurzeit in die Generalsanierung der Schulen investiert, derzeit vor allem in Einberg und dann in Mönchröden", so Marco Steiner.

Die Planung wie die zu erwartende Förderung für die Sanierungsvorhaben fußt auf Raumprogrammen für die jeweiligen Schulen. Nach diesen wird in Einberg mit regelmäßig sieben Klassen kalkuliert. In Mönchröden sind es fünf. Tatsächlich sind in Einberg zurzeit noch sieben Klassen gebildet worden. In Mönchröden gibt es sechs Klassen.

Jahrgangskombis vermeiden

In der Prognose zeichnen sich für beide Schulen in den kommenden Jahren Schülerzahlen im Grenzbereich zwischen Einzügigkeit und Zweizügigkeit ab. Das Schulamt hat angekündigt, verstärkt jahrgangskombinierte Klassen zu bilden. "Das soll auch die dritten und vierten Klassen betreffen und das halten wir für ein Problem", sagt Marco Steiner. Eine Auffassung, die nach seinen Worten auch die jeweiligen Schulleitungen teilen.

"Unser Ziel ist es, möglichst gleich große Klassenstärken in den Grundschulen zu haben, damit die Bildung von jahrgangskombinierten Klassen vermieden werden kann", erklärt Marco Steiner.

Um das zu erreichen, wurden die Wohnortdaten der null- bis sechsjährigen Rödentaler erfasst. Daraus ergibt sich aus Sicht der Verwaltung als beste Lösung für die Neuordnung der Sprengel eine Änderung der Schulsprengel für die Stadtteile Rothenhof und Kipfendorf mit Thierach von Mönchröden nach Einberg. Dafür spreche aus Sicht der Verwaltung auch, dass Rothenhof und Kipfendorf kirchlich zur Gemeinde Einberg gehören. Außerdem zeichne es sich ab, dass die Stadt dann einen Schulbus sparen könnte und die Fahrzeiten für die Schüler kürzer werden.

Eine Sprengeländerung in dieser Form hatte auch bereits der Senat für Schule, Kultur, Sport, Jugend, Senioren und Soziales als Beschlussempfehlung für den Stadtrat beschlossen. Der Stadtrat schloss sich dieser Einschätzung an. Der entsprechende Antrag wird gestellt.