Die Schönheit und Bedeutung der bayerischen Moore will das Bayerische Artenschutzzentrum (BayAZ) im Landesamt für Umwelt mit dem Fotowettbewerb "Metamorphose Moor - 10.000 Jahre in einem Bild" zeigen. Der Fotowettbewerb findet dieses Jahr das erste Mal statt und soll Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bayern dazu ermuntern, die Moore in ihrer Umgebung aufzusuchen und einen eigenen Blick für diese Landschaft zu entwickeln.

Bei den Fotos geht es nicht so sehr um technische Perfektion oder die beste Ausrüstung, sondern um interessante Motive, spannende Bildkompositionen und vor allem Kreativität. Moore sind geprägt von einer Vielfalt an Arten und Kleinstlebensräumen. Die Jury legt Wert auf den speziellen Blickwinkel auf diese Vielfalt oder auf Details.

Zu gewinnen gibt es einen Fotokurs bei einem erfahrenen Naturfotografen, eine naturkundliche Moorexkursion, ein Jahresabonnement der Zeitschrift GEO oder das Buch "Deutschlands Moore". Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Jahreskalender mit den zwölf schönsten Einsendungen. Einsendeschluss ist am 31. August 2022.

Bayern ist eines der moorreichsten Bundesländer. Moore dokumentieren nicht nur die Landschaftsgeschichte bis zurück in die letzte Eiszeit, sie erfüllen auch wichtige Funktionen. Sie binden zum Beispiel große Mengen an Kohlenstoff in Form eingelagerter Pflanzenreste, dem Torf. Sie sind damit klimafreundliche Stoffsenken, die durch ihre hohe Wasserspeicherfähigkeit die Umgebung kühlen und die Auswirkungen schwerer Hochwasser abmildern. Moore filtern Nähr- und Schadstoffe und geben das gereinigte Wasser wieder ab - ein wertvoller Beitrag zum Trinkwasserschutz. Durch ihre immense Strukturvielfalt beheimaten sie zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Liste reicht von wiesenbrütenden Vogelarten wie Bekassine, Großer Brachvogel oder Wachtelkönig über seltene Schmetterlinge bis hin zu Orchideen.

Infos unter www.lfu.bayern.de/natur/bayaz/arbeitsschwerpunkte/fotowettbewerb/index.htm red