Im Winter steigen die Einbruchsraten. Eine Betroffene erzählt von ihrer Erfahrung und wie sie ihr Hab und Gut nun vor Einbrechern schützt.

Eine offene Terrassentür. Kurze Ungewissheit, dann die schlimme Vorahnung: Es wurde eingebrochen. "Wir waren im Dezember drei Tage Skifahren und als wir wieder kamen und unsere Sachen ausgeladen haben stand die Balkontür offen", erinnert sich Frau Maier (Name geändert). Sie ist um die 50 und lebt zusammen mit ihrem Mann in einem Haus, die Kinder sind schon ausgezogen.

Nach dem ersten Schreck habe sich Frau Maier im ganzen Haus umgesehen. "Im ersten Moment hat es sich schon komisch angefühlt durch die Räume zu gehen, wenn man weiß, dass ein Dieb dort war", beschreibt sie.

Außer dem Tresor sei aber nichts geklaut worden, sogar Laptop und iPad waren noch da. Den Schmuck hätte der Einbrecher offensichtlich durchsucht, allerdings nichts mitgenommen. "Ich besitze keinen hochwertigen Schmuck, weil ich darauf keinen Wert lege", sagt die Hausbewohnerin.

Einbrecher auf freiem Fuß

Die Familie hat den Einbruch zur Anzeige gebracht und die Polizei Spuren an der Terrassentür aufgenommen. Es wurde festgestellt, dass diese mit einem Schraubenzieher aufgehebelt wurde. Der gestohlene Tresor wurde später im Wald leer aufgefunden. Der Einbrecher sei allerdings nicht gefasst worden.

Frau Maier könnte sich vorstellen, dass die Einbrecher die Gegend schon länger beobachtet haben und gezielt während des Urlaubs eingebrochen sind. In der Nachbarschaft habe es schon mehrere Einbrüche gegeben. "Man denkt immer, bei uns gibt es nichts zu holen und uns trifft das nicht, aber natürlich kann das jeden treffen."

Insgesamt sei ein Schaden von 300 Euro entstanden. Das schlimmste daran sei allerdings das Austauschen der Terrassentür gewesen. Die Kosten dafür wurden von der Versicherung übernommen. Die neue Tür hat nun einen höheren Sicherheitsstandard. "Wir wohnen schon seit 17 Jahren hier, deswegen war es nicht die beste Tür. Für uns kommt es aber nicht in Frage alles auszutauschen. Ich denke, wenn sie wollen, kommen Einbrecher sowieso überall hinein."

Neuer Einbruchschutz

"Wir haben uns nicht weiter verrückt gemacht und inzwischen ist das komische Gefühl wieder abgeflacht." Dennoch wollen die Maiers noch in diesem Jahr eine Alarmanlage in ihr Haus einbauen lassen. Für diesen Einbruchschutz haben sie sich entschieden, weil es das gängigste und einfachste sei. Vom Handy aus bekommt man so im Falle eines Einbruchs Bescheid, sobald die Alarmanlage anschlägt. So könne rechtzeitig die Polizei gerufen werden. Kameras werden die Maiers nicht installieren lassen und auch gegen Beleuchtung mit Bewegungsmelder im Garten haben sie sich entschieden, da zu viele Katzen in der Nachbarschaft herumlaufen und diese immer aktivieren würden.

Die einzige zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sei das Schließen der Rollos. "Früher haben wir nie die Rollläden runtergemacht, das haben wir jetzt geändert. Man muss es den Einbrechern ja nicht ganz so leicht machen", sagt Maier entspannt. Vor einem weiteren Einbruch hat sie keine Angst.