Ein bisschen spinnen muss man schon, wenn man als Laienschauspieler auftritt. Der Titel des zeitkritischen ländlichen Lustspiels "Lauter Spinner" bezieht sich jedoch nicht auf die Schauspieler, sondern auf Schwammspinner-Raupen.
Geschrieben hat das Stück Wilhelm Wolpert, der letztes Jahr eine sehr erfolgreiche Lesung in Ebensfeld hielt. Sie sind klein, gemein und gefräßig. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird gnadenlos weggeputzt: Schwammspinner-Raupen haben einen unstillbaren Hunger. Wen wundert's, dass sie den Wald des Veitsbergs kahlfressen können. Bürgermeister und Gemeinderäte nehmen den Kampf auf, versprühen sogar Gift - vergeblich. Dann haben die Räte und ihr Bürgermeister eine grandiose Idee ...
Mehr wird momentan nicht verraten. Nur so viel: Der für seinen hintergründigen Humor bekannte Unterfranke Wilhelm Wolpert hat mit "Lauter Spinner" eine wahre Begebenheit in ein amüsantes und unterhaltsames Theaterstück verpackt. Die Ebensfelder Theatergruppe hat das Lustspiel an hiesige Verhältnisse angepasst und bringt dies mit einer Erweiterung des Titels zum Ausdruck: "Lauter Spinner oder rettet den Veitsberg!"


Sechs Aufführungen geplant

Ab 1. Oktober kann man erfahren, was es mit diesen Spinnern auf sich hat. Martin Zellmann hat wieder seine Halle für die sechs Aufführungen zur Verfügung gestellt. Regisseur Jürgen Klitzner hat bereits mit den Proben begonnen. Dabei achtet er bei den Schauspielern besonders auf die originalgetreue Wiedergabe der sprachlichen Feinheiten, welche den besonderen Reiz dieses Stückes ausmachen. An sechs Abenden kann der Zuschauer erfahren, ob es gelang, den Veitsberg zu retten und welche Methoden hier erfolgreich waren.
Spielzeiten: Samstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr, Sonntag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr, Montag, 3. Oktober, um 17 Uhr, Freitag, 7. Oktober, um 19.30 Uhr, Samstag 8. Oktober, um 19.30 Uhr und Sonntag, 9. Oktober, um 17 Uhr. Ab Montag, 29. August, sind Karten im Vorverkauf bei Schreibwaren Neumann, Hauptstraße 31 in Ebensfeld und im Rathaus bei Norbert Dietz erhältlich.
Der Preis beträgt sieben Euro. Karten werden auch an der Abendkasse verkauft. Die Aufführungen finden in der Zellmann-Halle, Oberbrunner Straße 33 , statt. red