In Erlangen haben die drei Studenten Manuel Seidenath, Simon Lamprecht und Jennifer Ulrich das Unternehmen Regel-5 GbR gegründet. In diesem Projekt wollen sie ihr neues Kartenspiel "Regel5" bewerben, produzieren und verkaufen, teilen die drei jungen Unternehmer mit. Das Grundprinzip des Kartenspiels ist ähnlich dem von "Mau-Mau". Das Besondere an dem Kartenspiel sind laut Pressemitteilung die geheimen und lebendigen Regeln. Es weiß nur ein Spieler über sie Bescheid. Die restlichen Spieler müssen die Regeln erst noch herausfinden, indem sie sie brechen. Das Spannende: In jedem Spiel sorgt der Zufall für andere Regeln.

"Die Idee zu dem Spiel kam uns während eines Italienurlaubs", erläutert Seidenath, "Dort haben wir oft Kartenspiele wie ,Uno‘ oder ,Rommé‘ gespielt. Die starren Regeln waren uns irgendwann zu langweilig." Im Rahmen eines Seminars an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen entwickelten die Studenten ihre Idee weiter und verfeinerten die Spielregeln. Sie testeten unterschiedliche Varianten für ein Kartenspiel. Anschließend entwarfen sie ein erstes Design.

Die Arbeitsaufgaben sind dabei klar unter den drei Studenten aufgeteilt. Simon Lamprecht kümmert sich um den Internetauftritt und die sozialen Medien. Jennifer Ulrich ist für das Design verantwortlich. Und Manuel Seidenath feilt an den Regeln und organisiert die Produktion.

1700 Euro sind das Ziel

Anfangs haben die drei jungen Unternehmer versucht, das Kartenspiel in Eigenregie zu designen, zu drucken und zu schneiden. Doch diesen Versuch mussten die Studenten aufgeben. "Es hat einfach zu lange gedauert, ein Kartenspiel zu drucken und zu schneiden. Außerdem war die Kartenqualität nicht so gut wie gewünscht", erläutert Seidenath.

Um ihre Kartenspielidee doch noch zu realisieren, gehen die Studenten nun einen anderen Weg. "Wir haben eine StartNext-Kampagne gestartet, mit deren Hilfe wir das Kartenspiel professionell drucken lassen möchten", erklärt Lampreecht. StartNext ist eine Internet-Plattform, auf der Unternehmer ihre Ideen vorstellen können. Internet-Nutzer, die von einer Idee überzeugt sind, können dafür Geld spenden.

Die Unternehmer bedanken sich in der Regel für die Unterstützung mit einem Dankeschön. Die drei "Regel5"-Erfinder möchten jedem Unterstützer, der mehr als 15 Euro spendet, ein Exemplar ihres professionell gedruckten Kartenspiels zuschicken.

Eine Besonderheit von StartNext-Kampagnen ist allerdings auch, dass Spenden nur vom Unterstützerkonto abgebucht werden, wenn eine gewisse Spendensumme erreicht wird. "Wir haben noch bis zum 16. Januar Zeit, unsere Spendensumme von 1700 Euro zu erreichen", führt Jennifer Ulrich aus. Bis dahin nutzen die Drei die freie Zeit für ihre Lieblingsbeschäftigung - das Kartenspielen.