Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist in Stadt und Landkreis Coburg gesunken. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern landeten im Jahr 2017 insgesamt 51 Kinder und Jugendliche aus der Region mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus.

Zehn- bis unter 20-Jährige

Darunter sind auch Fälle, in denen junge Coburger in Kliniken anderer Regionen Bayerns behandelt wurden. Bei diesen 51 Fällen geht es somit um zehn- bis unter 20-jährige Patienten mit Wohnort Stadt oder Landkreis Coburg, die aus vollstationärer Behandlung in bayerischen Krankenhäusern entlassen wurden.

Im Vergleich zum Jahr 2016 sank die Zahl der Betroffenen im Landkreis Coburg um 8,8 Prozent, in der Stadt Coburg sogar um 9,1 Prozent. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit setzt ihre Präventionsarbeit konsequent fort und startet die Kampagne "Bunt statt blau" auch in diesem Jahr.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehört zum Feiern und Spaßhaben dazu", sagt Volker Seifarth von der DAK-Gesundheit in Coburg. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen."

Zehn Jahre "Bunt statt blau"

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch in diesem Jahr die erfolgreiche Kampagne "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" in Stadt und Landkreis Coburg fort.

Zum zehnten Mal werden beim bundesweiten Wettbewerb Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen.

Weitere Informationen über die Präventionskampagne gibt es unter www.dak.de/buntstattblau.

Landesschirmherrin ist Gesundheitsministerin Melanie Huml. red