Das Evangelische Bildungswerk Coburg hatte gemeinsam mit der Initiative Stadtmuseum Coburg im Jahre 2004 unter dem Titel "Weil sie jüdisch waren ..." eine Ausstellung durchgeführt, die - nach damaliger Gestaltungsweise auf Sperrholzwänden montiert - die Zeiten nicht überlebte. Die Materialien reichten jedoch aus, um mit zusätzlichen Veränderungen und Ergänzungen daraus eine Homepage zu erstellen. Einer der Vorzüge der Website liegt darin, dass sie die Geschichte der Coburger Juden von ihren Anfängen im Mittelalter bis zum gewaltsamen Ende unter der NS- Herrschaft gut überschaubar in ihren wesentlichen Entwicklungszügen darstellt. "Sie ist damit ausgezeichnet zur Erstinformation und als Schlüssel zu weiterer Vertiefung geeignet", meint Rupert Appeltshauser von der Initiative Stadtmuseum und an dem Projekt beteiligt.

Als die Homepage vor etwa einem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war das aus Mitgliedern beider Vereine bestehende Redaktionsteam von der Resonanz geradezu überwältigt. Die Videokonferenz zählte über 80 Teilnehmer. Die Zahl der Nachkommen ehemaliger Bürger jüdischen Glaubens aus Coburg war so groß, dass das Gespräch spontan zweisprachig geführt wurde, in Deutsch und Englisch. Der Vorschlag amerikanischer Gäste, auch eine englische Version ins Auge zu fassen, wurde gerne aufgegriffen.

Dank der Unterstützung der Sparkasse Coburg / Lichtenfels und der Stadt Coburg konnte die Übersetzung professionell angegangen werden. Beteiligt waren neben Mitgliedern des Redaktionsteams das in Berlin beheimatete Dolmetschbüro "Paraphrasis" und Nicholas Rollin aus Oxford.

Das Redaktionsteam stellt die Übersetzung am Dienstag, 7. Dezember, ab 19 Uhr in einer Videokonferenz vor, die wegen der Gäste aus dem Ausland zweisprachig geführt wird. Die Veranstaltung ist ohne Anmeldung frei zugänglich. Link und Kenncode sind auf der Website coburger-juden.de abrufbar. red