Zum zehnten zentralen Feuerwehrehrungsabend hatte die Stadt Weismain eingeladen, um verdienstvolle Feuerwehrmänner für ihren freiwilligen Dienst auszuzeichnen.
Nach einem gemeinsamen Essen wurde die Unverzichtbarkeit der heimischen Wehren deutlich gezeigt. Besonders Kreisbrandrat Tim Vogler stellte die wichtige Tätigkeit der Feuerwehrleute heraus. Die Feuerwehren geben durch ihre ehrenamtlichen, anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeiten den Mitmenschen ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Über 1400 Mal seien die 118 Wehren im Landkreis Lichtenfels im letzten Jahr zum Einsatz gerufen worden. Das ist ein Schnitt von über drei Mal am Tag.


Drei neue Fahrzeuge

Auch die zeitgemäße Ausrüstung von Ortsfeuerwehren sei in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Thema gewesen. So steht nach der durchgeführten Feuerwehrbedarfsplanung die Anschaffung von Tragkraftspritzenfahrzeugen auf dem Programm. Von 33 Fahrzeugen, die angeschafft werden, sind drei für Arnstein, Modschiedel und Görau vorgesehen.
Bewährt habe sich auch die Einführung des Digitalfunks, stellte Tim Vogler erfreut fest. Sein Dank galt vor allem Kreisbrandinspektor Ottmar Jahn, der sich bei der Einführung dieser Technik eingebracht habe.
Den Wert einer freiwilligen Feuerwehr vermöge man wahrscheinlich nur dann zu ermessen, wenn man Hilfe benötige und sie nicht komme, meinte der Weismainer Bürgermeister Udo Dauer. Es sei nicht selbstverständlich, in einer Feuerwehr mitzuwirken.


Unterstützung der Familien

Es brauche auch in den Familien der Aktiven viel Verständnis, um dieses Ehrenamt wirkungsvoll ausüben zu können. Sicher tut eine Kommune wie die Stadt Weismain ihr Möglichstes, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Aber ohne die Dienstleistenden einer freiwilligen Feuerwehr wären geregelte Sicherheit und Hilfe im Unglücksfall nicht möglich.
"Im Stadtgebiet Weismain gibt es 18 Feuerwehren und wir sind seitens der Stadt stolz darauf, sie zu haben. Und wenn jemand 25 oder gar 40 Jahren Dienst in der Wehr geleistet hat, ist das nicht hoch genug anzurechnen und zu würdigen", betonte Dauer.
Auf die Vielfältigkeit im Dienste der freiwilligen Feuerwehren ging auch stellvertretender Landrat Hans-Peter Marx ein. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sei erst einmal immenser Übungseinsatz notwendig, um im Ernstfall gerüstet zu sein, machte er deutlich. Vergessen werde auch oft, unter welchem Druck sowie körperlichen und psychischen Anforderungen die Feuerwehr-aktiven bei Rettungseinsätzen stehen.
Mit Bürgermeister Udo Dauer, der Feuerwehrsachbearbeiterin Michaela Herold, Kreisbrandrat Tim Vogler und dem Sachbearbeiter für Brand und Katastrophenschutz, Thomas Geuß vom Landratsamt, zeichnete Hans-Peter Marx die aktiven Feuerwehrleute aus.
Für 25 Jahre Dienst Ulrich Scheumann (Arnstein), Bernhard Hofmann (Buckendorf), Gerhard Dück (Görau), Thomas Feil (Modschiedel) und Thomas Rauch (Wunkendorf).
Für 40 Jahre Dienst geehrt wurden Wilhelm Motschenbacher und Vinzenz Will (Arnstein), Martin Eberlein ( Großziegenfeld), Dietmar Lang (Kaspauer), Baptist Schmitt (Modschiedel), Rudolf Dauer und Günter Fuchs (Seubersdorf), Rudolf Donath (Weismain) und Reinhard Schmitt (Wunkendorf).


Gemütllicher Teil

Zum Abschluss des offiziellen Teils dankte Bürgermeister Udo Dauer nochmals allen offiziellen Stellen für die Zusammenarbeit mit dem Löschwesen. Mit einem gemütlichen Zusammensein und humorvollen Geschichten aus 40 Jahren Feuerwehrtätigkeit endete der Abend. Roland Dietz