Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Caritas-Herbstsammlung in Weisendorf nicht wie in den Vorjahren üblich abgehalten werden: Von der Sammlung an der Haustüre wurde Abstand genommen, dafür wurde über Spendenbriefe und Aufrufe in den Medien um Unterstützung gebeten. Es ist schon fast eine liebgewonnene Geste der Nächstenliebe, dass der in der Pfarrei bleibende Anteil der Herbstsammlung einer sozialen Einrichtung gespendet wird. Die Sammlerinnen informieren und entscheiden sich dabei im Vorfeld, welche Einrichtung bedacht werden soll.

In diesem Jahr erhält nun die Caritas-Straßenambulanz Franz von Assisi in Nürnberg den Pfarrei-Anteil von St. Josef Weisendorf. Gerade in dieser Zeit sei die Spende wichtiger denn je, um den Menschen, die in den letzten Monaten durch die besonderen Einschränkungen an ihre Grenzen gekommen sind, zu helfen, so die Organisatoren der Aktion. Deshalb freue es sie sehr, dass dank der großzügigen Unterstützung der vielen Spender der Straßenambulanz der Betrag von 1131,60 Euro überwiesen werden kann.

Die seit über 25 Jahren bestehende Einrichtung bietet neben der medizinischen und pflegerischen Basisversorgung wohnungsloser Frauen, Männer und Kinder ein großes Unterstützungsspektrum. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der medizinischen Versorgung. Diese wird unter anderem durch die haupt- und ehrenamtliche ärztliche Tätigkeit in allen Bereichen von A wie Augenarzt bis Z wie Zahnarzt gewährleistet.

Der Spendenerlös wird daher in den medizinisch-pflegerischen Bereich fließen, zum Beispiel für die Beschaffung von Medikamenten, Verbandsmaterial und Impfstoffen für Kinder. Denn bei vielen Klienten der Straßenambulanz zeige sich, dass sie schon seit vielen Jahren keinen Arzt mehr aufgesucht haben. Meistens, weil sie keinen Versicherungsschutz mehr haben, es ihnen erst einmal unnötig erschien oder sie sich aus Scham nicht in eine Behandlung trauten.

Margarete Zink