Der Schulweg ist eine spannende Herausforderung für Kinder und bedarf einer gewissen Vorbereitung und Übung. Insbesondere wenn die Kinder mit dem Bus zur Schule fahren. Im Rahmen der Sicherheitserziehung nahmen die Großenseebacher Grundschüler an einem Bustraining teil. Dazu kamen auch der Polizeioberkommissar und Verkehrserzieher Bernd Lösch sowie stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner nach Großenseebach.
An der Gartenstraße trainierten die Schulkinder das richtige Verhalten beim Einsteigen in den Bus und an der Haltestelle. Dazu hatte das Höchstadter Omnibusunternehmen Werner Vogel seinen Mitarbeiter Christian Knobl nach Großenseebach geschickt. Klaußner ermahnte die Kinder, sich im Straßenverkehr aufmerksam zu verhalten, auch immer mit Fehlern von Autofahrern zu rechnen und vor allem Rücksicht auf die jüngeren Kinder zu nehmen. Damit die Kinder die Verhaltensregeln immer vor Augen haben, gab´s dazu auch einen Stundenplan mit den wichtigsten Regeln beim Benutzen des Schulbusses. Für die Busfahrer ist es demnach besonders wichtig, dass die Kinder den richtigen Abstand zum herannahenden Bus einhalten und an der Haltestelle nicht herumtoben.
Ungläubige Blicke erntete Knobl, als er behauptete, dass Drängler ihren Sitzplatz später erreichen als Schüler, die gesittet einsteigen. Er teilte die Schüler in zwei Gruppen, die Rowdys und Drängler stiegen vorne ein und Schulleiterin Ulrike Strobl mit den Braven hinten. Auf einen Pfiff ging´s los - und während an der Vordertür noch geschubst wurde, saß die andere Gruppe schon auf ihren Plätzen.
Von Knobl erfuhren die Schüler auch, wie die Büchertaschen im Bus verstaut werden sollten. Außerdem sollte jedes Kind seinen Fahrausweis bereithalten und beim Vorbeigehen dem Busfahrer vorzeigen. Außerdem gelte im Bus die Anschnallpflicht und wer keinen Sitzplatz bekommt, solle sich gut festhalten. "Dass ihr den Bus nicht verschmutzen und nichts kaputt machen sollt, muss ich Euch ja nicht sagen", meinte Knobl schmunzelnd. So würde es bei Schäden nicht nur mächtigen Ärger geben, sondern auch eine saftige Rechnung für die Eltern.
Was passieren kann, wenn ein Bus plötzlich bremsen muss und welche Kräfte dabei frei werden, erfuhren die Kinder bei einer kleinen Testfahrt.