Römershofen — Die evangelische Kirchengemeinde Römershofen hat den Abschluss der Restaurierung des Turmes der Sankt-Margarethenkirche mit einem Festgottesdienst gefeiert. Das Besondere am Gotteshaus in Römershofen ist, dass es eine Wehrkirche ist. Abgehalten hat den Festgottesdienst der Dekan des Dekanatsbezirks Rügheim, Jürgen Blechschmidt.
Der mächtige Turm der Römershöfer Wehrkirche ist 1492 im spätgotischen Stil erbaut und 1966 zum letzten Mal renoviert worden. Dabei erhielt er einen ockerfarbenen Anstrich.
Anhand von Unterputzproben stellte der eigens bestellte Denkmalpfleger fest, dass der Turm vor 1966 weiß gestrichen war. Somit wurde er auch nach der neuesten Restaurierung wieder in der Farbe weiß gehalten.
Zuvor war der Turm bereits stabilisiert worden. Denn Mauerteile und Ziegel hatten sich gelöst und waren herabgefallen
Die Renovierungskosten belaufen sich nach Aussage von Pfarrer Martin Bauer auf rund 70 000 Euro. Sie werden von der Kirchengemeinde, der Stadt Königsberg und der evangelischen Landeskirche getragen.
Der Austausch von mehreren Sandsteingewänden hatte den Baufortschritt verzögert und die Kosten um ein Viertel in die Höhe getrieben.
Das im Jahr 1703 erbaute Kirchenschiff wurde im barocken Stil errichtet und soll laut Pfarrer Martin Bauer bei der nächsten Restaurierung ebenfalls weiß gestrichen werden. Nach dieser in der Zukunft liegenden Maßnahme würden dann das Kirchenschiff und der Turm im einheitlichen Weiß erstrahlen.
Die Margarethenkirche Römershofen ist eine Wehrkirche. Diese Form eines Gotteshauses ist heute selten. In früheren Jahrhunderten hatte der Turm eine Schutzfunktion. Die Bürger aus dem Dorf konnten sich in das mächtige Bauwerk flüchten, wenn Gefahr drohte. ehr/ks