Das deutsche Bildungssystem steht bei der Integration von Flüchtlingen vor Herausforderungen. Das Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift, die Aufklärung über Grundelemente des gesellschaftlichen Zusammenlebens sowie die Vorbereitung auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft sind Eckpunkte. Den aktuellen Stand, Wege und Perspektiven thematisiert ein Informationsabend am Dienstag, 23. Oktober, zu dem Siza Zaby, hauptamtliche Integrationslotsin im Landkreis Haßberge, einlädt.

"Im Februar", so Siza Zaby "haben wir mit einer Serie von Informationsveranstaltungen gestartet, die die Qualifikation von ehrenamtlichen Integrationsbegleitern zum Ziel hat. Aus diesem Kreis heraus kam bei dem vergangenen Treffen die Bitte, das Thema Bildung näher zu beleuchten."

Zuwanderung hat es immer gegeben; die Zahl der Neuankömmlinge ist allerdings in den vergangenen Monaten drastisch gesunken. Dem Zuwandern folgt das "Sesshaft werden". Da beginnt Integration durch Bildung: Wie reagiert man auf den Wunsch nach Einladungen zum Kindergeburtstag, wie finden Integrationswillige einen Platz im Vereinsleben, wie ziehe ich meine potenziellen Lehrlinge heran? Fremdsprachenkenntnisse und das Wissen über kulturelle und gesellschaftliche Gepflogenheiten können einen Betrieb vorwärts bringen, wenn er auf Expansionskurs ist. So manch zugewanderter Jugendlicher hat das Potenzial, ein Studium anzugehen.

Die Veranstaltung am Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, im Gebäude der Volkshochschule in der Hofheimer Straße 18, in Haßfurt, richtet sich an alle Interessierte. Ins Gespräch kommen Matthias Weinberger, Rektor der Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt, Schulrätin Susanne Vodde (Staatliches Schulamt Haßberge) und Bianca Olerich, Oberstudienrätin und Abteilungsleiterin für Berufsschulpflichtige Flüchtlinge und Asylbewerber in der Heinrich-Thein-Schule. red