In der Jagdsaison 2021/2022 wurden im Landkreis Bad Kissingen rund 900 Wildschweine mehr erlegt als in der vorhergehenden Saison - nämlich 4462 Stück. "Dabei hat allein die Hegegemeinschaft Motten über 1000 Sauen zur Strecke beigetragen", erläuterte Hans-Peter Donislreiter, Leiter der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt Bad Kissingen, in der Jagdbeiratssitzung. Zudem konnte das erhöhte Abschusssoll bei Rehwild insgesamt erfüllt werden, "ein sehr erfreuliches Ergebnis", so Donislreiter.

Für die Planungsperiode 2022/2025 hat die Regierung von Unterfranken ein Schreiben mit Hinweisen zur laufenden Abschussplanung in Unterfranken herausgegeben. In diesem Zusammenhang lobten sowohl Donislreiter als auch Forstdirektor Bernhard Zürner (verantwortlich für 14 Hegegemeinschaften) die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF).

Die Untere Jagdbehörde hat für alle Hegegemeinschaften und Altlandkreise die Zahlen des getätigten Abschusses 2019 bis 2022 dem geplanten Abschuss 2022 bis 2025 gegenübergestellt. Dabei stellt sich die Verbiss-Situation im Landkreis Bad Kissingen im Vergleich zu den Nachbarlandkreisen durchaus positiv dar - bei 13 der 16 Hegegemeinschaften lautete das Urteil "tragbar".

Der Abschuss für die kommenden drei Jahre wurde im Vergleich zum Ist-Abschuss der letzten drei Jagdjahre um gut sieben Prozent angehoben, "in der Hoffnung, den Verbiss weiterhin auf dem niedrigen Niveau der Vorjahre stabilisieren zu können", sagte Donislreiter. Für die kommenden drei Jahre wurde der Abschuss damit auf nun 18.167 Stück erhöht, "wiederum ein absoluter Höchstwert". Bei den anschließenden Ehrungen verabschiedete der stellvertretende Landrat Emil Müller gleich drei Männer aus dem Jagdbeirat und dankte ihnen für ihr Engagement. Heinz Müller war 35 Jahre lang als Jagdberater für den Bereich des Altlandkreises Bad Brückenau tätig; Rainer Betz saß 35 Jahre lang für die Jäger im Jagdbeirat; Walter Hüfner war fünf Jahre lang Mitglied im Jagdbeirat für die Jagdgenossen. Neu im Jagdbeirat sind Daniel Lohfink und Roland Bieberich. red