Im Gebiet der Sanspareil-Gruppe wird das Trinkwasser teuerer. Die Gebühren müssten kostendeckend kalkuliert werden, betonte Vorsitzender Andreas Pöhner in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands. Seit 2008 lag der Wasserpreis in Wonsees konstant bei 1,40 Euro. Bei der Neukalkulation 2014 war nur die Grundgebühr erhöht worden. Dies reichte jedoch bei weitem nicht aus, um die Einrichtung kostendeckend zu betreiben. Künftig müssen die angeschlossenen Bürger 1,76 Euro zahlen - exakt die gleiche Gebührt wie die Feulersdorfer, die ihr Wasser aus Weismain bekommen.

Ebenfalls angehoben wurde die Grundgebühr. Sie steigt von 60 auf 108 Euro pro Jahr. Grund dafür seien die steigenden Kosten, aber auch eine Rücklagenbildung für weiter anstehende Baumaßnahmen.

Durch die neue Gebührenkalkulation ist man dem Ziel, die Verwaltung des Zweckverbands an die VG Kasendorf zu überführen, nähergekommen. Denn Arno Bitterwolf und die AKDB führen die Geschäfte nur kommissarisch.

6,67-Millionen-Haushalt

Der Haushalt des Zweckverbands Sanspareil-Gruppe hat ein Volumen von 6,67 Millionen Euro. Auf den Verwaltungsteil entfallen 1,137 Millionen. Durch die Gebührenanpassung kann man 2021 mit Mehreinnahmen von rund 68 000 Euro rechnen.

Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 5,477 Millionen Euro. Die Einnahmen sind mit 1,76 Millionen veranschlagt, sie setzen sich aus Verbesserungsbeiträgen, aus Erstattungen für die Herstellung von Grundstücksanschlüssen und aus Zuweisungen und Zuschüssen für Investitionen zusammen. Doch gleichzeitig sind auch viele Investitionen geplant. Die Ausgabenseite schlägt mit 4,244 Millionen Euro zu Buche. Darin enthalten sind die Versorgungsleitungen Großenhül (620 900 Euro), Gelbsreuth (420 300 Euro), Wonsees (200 000 Euro), Sanspareil (246 000 Euro) und Schirradorf (507 000 Euro). "Die Aufträge für diese Baumaßnahmen sind bereits vergeben. Wir verbauen insgesamt acht Millionen Euro, mehr als die Hälfte in diesem Jahr", erläuterte Pöhner.

Ohne Kredite geht es nicht

Bereits vor der Sitzung war der umfangreiche Haushaltsentwurf detailliert vorbesprochen worden. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt liegt bei 88 100 Euro. Außerdem sollen 942 500 Euro aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden. "Wir kommen aber ohne Zwischenfinanzierung nicht aus. Kredite sind unbedingt nötig", sagte Pöhner. Einstimmig bewilligten die Räte eine Kreditneuaufnahme von 1,484 Millionen Euro.

Die Mitglieder des Zweckverbands brachten die Haushaltssatzung auf den Weg und nahmen die Berichte zur örtlichen Jahresprüfung zur Kenntnis.

Ingenieur Arno Dürrschmidt informierte die Räte über die Maßnahmen, die in diesem Jahr durchgeführt werden sollen. Dabei handelt es sich um Tiefbaumaßnahmen und um die Erneuerung der Installation der Hochbehälter. Verbandsvorsitzender Andreas Pöhner betonte, dass bis Ende 2021 über sechs Millionen Euro in die Ertüchtigung der Wasserversorgung geflossen sein werden. Stolz zeigte er sich, dass man bezüglich der veranschlagten Kosten eine Punktlandung geschafft habe. Pöhner bedankte sich auch bei den Grundstückseigentümern für ihr Entgegenkommen.

Mit den Aufträgen für die Tiefbauprojekte wurden die Firmen Tretter, Kehn, D & Z, Hermann-Rohrbau, ASK und Rotec betraut.