Die "Stunde der Wintervögel", die die Kreisgruppe Forchheim des Landesbunds für Vogelschutz am Sonntag in der Forchheimer Zweng verbrachte, war ein schöner Erfolg für "Vogelgucker".
Neben den verbreiteten Kohl- und Blaumeisen, den Kleibern, Grün- und Buchfinken und den allgegenwärtigen Goldammern an den Fütterungsplätzen konnte man eine Wasseramsel in der Trubbach beim Zassi-Wäldle und einen seltenen Raubwürger auf einem Busch nahe am Italiener-Graben entdecken.
Die Wasseramsel, ein der Amsel sehr ähnlicher Vogel mit schneeweißer Brust, lebt das ganze Jahr über an unseren Gewässern, hier im Forchheimer Zweng an der Trubbach. Sie ernährt sich von Wassergetier, das sie tauchend und unter Wasser schwimmend fängt. Im Frühjahr brütet sie, knapp über der Wasserlinie, in kugeligen Nestern, die sie in Höhlen oder Spalten am Ufer baut.
Der nördliche Raubwürger hält sich bei uns nur im Winter auf. Er sieht von der Ferne aus betrachtet wie eine kleine Elster aus mit kräftigen Hakenschnabel und einer schwarzen Gesichtsmaske. Er hält sich bei uns vorwiegend dann auf, wenn das Nahrungsangebot in seinen Sommeraufenthaltsorten knapp wird.
Er ist ein sogenannter Kurzzieher und findet bei uns kleine Wirbeltiere, weil die Schneedecke nicht so dick ist. Er frisst aber im Winter auch Sämereien und Beeren. Makaber ist seine Vorratswirtschaft: Er spießt das, was er nicht sofort verspeist, auf Dornen oder Äste.
Nachdem Helmut Schmitt den Zählmodus zur Erhebung der Vogelmenge der verschiedenen Arten erklärt und sich beim Betreuer der Futterstellen, Herbert Lüttich, bedankt hatte, erklärte Günther Eichler anhand mitgebrachter Futtermischungen die gesunde und hygienische Ernährung der Wintervögel am Futterhäuschen im heimischen Garten. red