Die Bürger der Gemeinde Meeder müssen sich auf höhere Wasser- und Abwassergebühren einstellen. Einstimmig und ohne Diskussionsbedarf beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag die von der Verwaltung vorgelegte Kalkulationsgrundlage. Demnach steigt der Preis für den Kubikmeter Trinkwasser zum 1. Januar 2021 von 1,90 Euro auf 2,36 Euro. Für die gleiche Menge Abwasser werden zukünftig 4,88 Euro statt 4,70 Euro fällig. Als Grundgebühr für den kleinsten Wasserzähler (2,5 Kubikmeter Durchflussmenge) wurden 60 Euro festgelegt. Bei größeren Messuhren wird die Grundgebühr linear angepasst. Wie von Geschäftsführer Patrick Härter zu erfahren war, sind die höheren Gebühren auch den gestiegenen Unterhaltskosten für das Leitungsnetz geschuldet. "In Meeder sind rund 80 Kilometer Abwasserkanäle verlegt", führte er vor Augen.

Um die Wasserver- und -entsorgung drehten sich weitere Tagesordnungspunkte. Für die Kläranlage Kösfeld sei am 29. Oktober die Baugenehmigung durch das Landratsamt in der Gemeinde eingegangen, berichtete Bürgermeister Bernd Höfer. Die entsprechenden Ausschreibungen seien bereits angestoßen worden.

Um in der Kläranlage Großwalbur die Trennung von schmutzigen, eventuell schadstoffhaltigen Stoffen und sauberer Kleidung gewährleisten zu können, werde der sogenannte "schwarz/weiß Bereich" in Form einer Containeranlage entstehen, erläuterte Höfer, mehr nicht. Der Gemeinderat folgte der Empfehlung des Bauausschusses, der sich gegen einen Erweiterungsbau ausgesprochen hatte.

Bezüglich der Errichtung von Freilandphotovoltaikanlagen riet Bernd Höfer allen interessierten Bürgern, aufmerksam die kommunale Entwicklung zu verfolgen, bevor diese verbindliche Schritte einleiteten. Er gehe davon aus, dass in der kommenden Gemeinderatssitzung am 14. Dezember ein Kriterienkatalog zur Etablierung von solchen Stromerzeugungsanlagen vorgestellt werden könne. mr