Vor welche Herausforderungen stellt der Klimawandel Israel, wie geht das Land damit um und welche Lösungen werden dort entwickelt und eingesetzt? Das erörterte Gedi Hampe im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Bad Kissingen in seinem Vortrag im Rahmen der Jüdischen Kulturtage. Zunächst skizzierte Hampe, der in Jerusalem lebt, die Wasserknappheit in Israel im Allgemeinen und stellte dar, wie dort seit Jahrzehnten damit umgegangen wird. Als drei Säulen der israelischen Wasserwirtschaft umriss er das Wassermanagement, den effizienten Umgang mit vorhandenem Wasser sowie die Aufbereitung von Abwasser. So begann Israel bereits vor Staatsgründung noch unter britischem Mandat mit dem Bau von Verteilerkanälen vom Norden in den trockenen Süden. Die Nutzung von vorhandenem Wasser wurde durch Technologien und Innovationen wie z.B. Tröpfchen-Bewässerung optimiert und Abwasser wird nach seiner Wiederaufbereitung für landwirtschaftliche Zwecke eingesetzt. Darüber hinaus thematisierte Hampe die führende Rolle Israels bei der Entwicklung und dem Betrieb von Entsalzungsanlagen für die Generierung von Trinkwasser. Ebenso spielte die Wiederentdeckung traditioneller Techniken, die Wiederbelebung von Ökosystemen, die Beschäftigung mit traditioneller Heilpflanzenkunde sowie Formen des nachhaltigen Tourismus in seinem Vortrag eine Rolle.

Im Anschluss an den Vortrag entspann sich eine lebhafte Diskussion, bei der auch örtliche Beispiele wie Tröpfchen-Bewässerung in den Weinbergen des fränkischen Saaletals sowie örtliche Initiativen zur Auseinandersetzung mit Heilpflanzen und Heilkräutern als Transferpunkte genannt wurden. Gedi Hampe stellte fest: "Es gibt viele Sachen, die man voneinander lernen kann." red