Die Folgen des Klimawandels machen sich nach und nach in der Landwirtschaft bemerkbar - gerade in der Rhön. Um negativen ökologischen und ökonomischen Auswirkungen entgegentreten zu können, entwickelt die Bayerische Verwaltung des Unesco-Biosphärenreservats Rhön in Zusammenarbeit mit der Georg-August-Universität Göttingen und der Agroforstberatung baumfeld-wirtschaft.de Anpassungsstrategien, heißt es in einer Pressemitteilung des Biophärenreservats Rhön.

Landwirtinnen und Landwirte sind aufgerufen, sich an dem Forschungsprojekt zu beteiligen.

Starkregen-Ereignisse treten immer häufiger auf, gerade in Hanglagen kommt es zu Oberflächenabfluss und Bodenerosion. Gleichzeitig sorgen langanhaltende Trockenperioden wie in den vergangenen Sommern dafür, dass den Feldfrüchten das Wasser fehlt und Ertragsausfälle drohen. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, praxisnah zu erproben, wie Erosion im Ackerbau verhindert werden und gleichzeitig mehr Wasser für stabile Erträge im Boden gespeichert werden kann. Hierfür sollen die Technologie der Schlüssellinienkultur ("Keyline Design") sowie die Anlage von Agroforstsystemen untersucht und wenn möglich auf Modellflächen erprobt werden.

Landwirtschaftliche Betriebe aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Fulda, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis mit Schlaggrößen von mehr als fünf, besser zehn Hektar Fläche in geneigter Lage, die an der Mitarbeit der Einwicklung solcher Anpassungsstrategien interessiert sind, können sich bis zum 12. März bei den Projektverantwortlichen melden.

Geboten werden eine individuelle Beratung sowie bei entsprechender Eignung fachliche Unterstützung bei der Umsetzung von Schlüssellinien- und Agroforststrukturen sowie Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln. Infos sowie Kontaktdaten finden Interessierte unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/landwirtschaft-klimawandel. red