Alljährlich zur Kirchweih wird die Tischtennishalle des TTC Tiefenlauter zur Theaterbühne umfunktioniert, wenn die "Lautertaler Kom(m)ödiens" zu ihren Vorstellungen einladen. In diesem Jahr steht die Komödie in drei Akten "Aber, aber, Herr Pfarrer" von Hans Schimmel auf dem Spielplan.
Das Bühnenteam rund um Norbert Ponsel und Andrea Schmied richtet bereits alles so, dass sich der Zuschauer in die Räumlichkeiten eines leer stehenden Pfarrhauses versetzt fühlt. Denn die Kirchengemeinde und allen voran die beiden frommen Hausfrauen Pauline (gespielt von Julia Koch) und Elisabeth (Alina Ros) warten nach dem Tod des alten Pfarrers schon sehnsüchtig auf die Ankunft eines Nachfolgers, der sich um die Belange seiner Schäfchen kümmern soll. Und da stehen für den Geistlichen neben den Gottesdiensten tatsächlich einige Aufgaben an.
So drängt es die nicht mehr ganz so jugendliche Dorothea (Manuela Koch), endlich unter die Haube zu kommen, während die frisch verwitwete Josefine (Claudia Tiefenthäler) ihren verstorbenen Mann bestatten lassen möchte.
Der hiesige Bankdirektor Bernhard Mauschel (Norbert Ponsel) dagegen will gerne in den Landtag gewählt werden und sucht die Unterstützung der Kirche, getreu dem Motto: Wer den Pfarrer für sich gewinnt, der gewinnt auch die Wahl. Dem wirkt Bernhards direkte Konkurrentin Valentine Fiebich (Elke Ros) vehement entgegen.
Groß ist die Überraschung bei Mathilde (Andrea Schmied), der Haushälterin des verstorbenen Seelsorgers, und dem Mesner Ottfried (Ludwig Seubert), als sie den neuen Pfarrer Freddie (Philipp Schramm) plötzlich und unangekündigt im Pfarrhaus antreffen.
Der hat außer des Talars allerdings rein gar nichts Geistliches an sich. Die Gottesdienste gestalten sich unter seiner Leitung äußerst weltlich. Dafür scheint Freddies ständiger Begleiter und Kumpel Atze (Adrian Sollmann) mit dem Geist des Weines sehr vertraut zu sein.
Wohin die Hostien verschwunden sind und was es mit dem "Wohin-fliegt-die-Fliege-Spiel" auf sich hat, findet man heraus, wenn man eine der drei Vorstellungen besucht.
Nach den Aufführungen lädt der Verein TTC Tiefenlauter noch zum gemütlichen Weinabend. red