"eCn" heißt "extra Chancen nutzen". Das eCn-Projekt wurde im Schuljahr 2019/20 bereits zum 14. Mal erfolgreich durchgeführt und gehört damit zu einem der Leuchtturmprojekte in der Region Coburg.

Was bedeutet extra Chancen nutzen? Das eCn-Projekt wird an der Heiligkreuz-Mittelschule in Coburg und an der Mittelschule "Am Moos" in Neustadt bei Coburg angeboten. Es ist an Schüler der 8. beziehungsweise 9. Jahrgangsstufe gerichtet, welche die reguläre Schulzeitpflicht von neun Jahren bereits erfüllt haben, aber noch keinen Schulabschluss erreicht haben oder durch den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule einen höheren Abschluss erzielen möchten. Die Jugendlichen verbleiben ein weiteres Jahr an einer Regelschule und werden an drei Tagen in der Woche im Klassenlehrerprinzip unterrichtet.

Zusätzlich erhalten sie eine intensive Betreuung am Nachmittag. Hier werden die Schüler nicht nur bei den Hausaufgaben, sondern auch auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf unterstützt.

Intensive Berufsorientierung

Praktische Erfahrungen sammeln die Jugendlichen an zwei Tagen in der Woche in einem Ausbildungsbetrieb in der Region. In zwei jeweils elfwöchigen Praktika lernen die Schüler einerseits das Unternehmen, andererseits den Ausbildungsberuf besser kennen. Während der Schulzeit werden die Jugendlichen intensiv durch die Jugendreferentinnen der ejott (Evangelische Jugendarbeit im Dekanat Coburg) auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Dabei steht beispielsweise ein Bewerbungstraining oder die Durchführung eines Assessmentcenters auf dem Plan.

Das Projekt ist durchaus erfolgreich, wie aus einer Pressemitteilung von Martina Benzel-Weyh, der Konrektorin der Heiligkreuz-Mittelschule Coburg, hervorgeht. Alle Teilnehmer der eCn-Klassen (Schuljahr 2018/2019) schafften es, einen Schulabschluss zu erlangen, davon erreichten 60 Prozent den Quali. 85 Prozent der Jugendlichen konnten in eine duale Ausbildung oder eine weiterführende Beschulung vermittelt werden.

Voraussetzungen: Um die eCn-Klasse besuchen zu können, wird die freiwillige Teilnahme und die Einhaltung von Regeln vorausgesetzt. Die Schüler benötigen von der abgebenden Schule eine genehmigte Schulzeitverlängerung. Außerdem wird mit jedem Interessierten ein Aufnahmegespräch durchgeführt. red