Der Tradition nach bekomme immer der jüngste Stadtrat das Amt des Jugendbeauftragten nahegelegt. Der Betreffende wollte es jedoch nicht annehmen. Holger Then, zweitjüngstes Stadtratsmitglied, konnte sich hingegen für diese Aufgabe sofort erwärmen. "Ich bin vom Alter her nicht allzu weit weg, und eine Stimme für die Jugend fehlt einfach im Stadtrat", sagt er. Er selbst sieht sich als Vertreter der Stadt, an den sich Jugendliche wenden können. "Ich bin sozusagen ein Bindeglied zwischen Jugendlichen und Stadt. Irgendwie habe ich eine Verpflichtung ihnen gegenüber." Im letzten halben Jahr hat er als Jugendbeauftragter schon sechs Stadtratssitzungen mitgemacht. "In dieser Zeit habe ich gelernt, dass die Umsetzung von Entscheidungen ein langwieriger Prozess ist und nicht von heute auf morgen geschehen kann", berichtet Holger Then.