Coburg — Der BBC ist in Coburg derzeit in aller Munde. Der Verein rüstet seine Mannschaft kräftig auf. Nach dem souveränen Gewinn der Bayernliga-Meisterschaft ist sogar hinter vorgehaltener Hand vom "Durchmarsch" die Rede.
Wir wollten vom neuen Trainer Steffen Dauer, der künftig gemeinsam mit Rainer Wolfschmidt das Zepter schwingt, wissen, wie der aktuelle Stand der Dinge beim BBC ist.

Hallo Herr Dauer, Sie haben das Training bereits wieder aufgenommen. Wie oft wird den pro Woche geschwitzt und wie hoch ist dabei die Intensität?
Steffen Dauer: Wir sind in der dritten Trainingswoche und trainieren bisher dreimal die Woche. Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt dann, wenn wir den Kader komplett haben.

Sie sprechen den Kader an. Am Mittwoch wurden bereits vier Hochkaräter vorgestellt zwei weitere sollen noch folgen. Insider sagen, dass der Klub bei diesen Verstärkungen ein richtig glückliches Händchen gehabt haben soll?
Bisher konnten wir Nico Dilukila, Chris Reinhardt, Alexej Bondar und Terry Thomas für uns gewinnen. Wir freuen uns, dass sich die Spieler für uns entschieden haben und hoffen, dass es gelingt aus dem vorhandenen individuellen Talent eine funktionierendes Team zu formen.
Und wie schätzen Sie die Neuzugänge ein. Verraten Sie uns doch einmal deren Stärken und eventuell auch Schwächen?
Die Neuzugänge haben ihre individuelle Qualität alle schon in höheren Ligen nachgewiesen und verstärken den Kader des BBC enorm. Jetzt geht es darum, dass alle Spieler des Kaders ihre individuellen Fähigkeiten in den Dienst der Mannschaft stellen, damit wir eine erfolgreiche Saison spielen können.

Wer hat den BBC aus dem Meisterkader nun alles verlassen. Wie ist der Stand bei Dejon Prejean - dem Coburger Publikumsliebling?
Bei dieser Personalie gibt es noch nichts Neues. Da werden momentan alle Optionen geprüft und abgeklärt, was machbar ist. Bei den Abgängen wissen aber Bobby Fischer und Jack Hörnlein besser bescheid. Aus dem letztjährigen Kader bleiben auf jeden fall Andi Albus, Yasin Turan, Frederik Leberle, Micha Herold und Sinan Özdil.

Bei diesen guten personellen Voraussetzungen will der BBC als Aufsteiger sicher auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen. Was trauen Sie Ihrem neuen Team zu - vielleicht sogar den Durchmarsch?
Wir wollen uns in der neuen Liga etablieren und versuchen, den Basketball-Standort Coburg zu stärken und gemeinsam mit dem sehr engagierten Umfeld weiter voran zu bringen. Was die Liga angeht, wird man abwarten müssen, wie unser Kader und die Kader der anderen Teams dann ausschauen, um zu sehen, was heuer möglich ist.

Sie haben Bobby Fischer und Jack Hörnlein angesprochen. Wie wichtig sind die beiden für den Verein?
Bobby Fischer und Jack Hörnlein sind für uns Trainer die ersten Ansprechpartner und treiben das Projekt mit großem Engagement und mit großer Energie voran. Aber ich denke man sollte auch alle die anderen Helfer und Verantwortlichen nicht vergessen, die hier enorm viel auf die Beine gestellt haben.
Was hier in den letzten Jahren entstand, ist schon beeindruckend.

Mit welchem Zuschauer-Heimschnitt rechnen Sie in der HUK-Coburg Arena? In der Meistersaison der Bayernliga waren ja stets rund 800 Fans.
Wir hoffen, dass es gelingt, noch mehr Zuschauer zu den Spielen begrüßen zu dürfen und den Schnitt aus dem Vorjahr nochmal zu steigern.

Die Fragen stellte Christoph Böger