"Ich freue mich immer sehr über so schöne Bücher", sagt Martina Riegert von der Buchhandlung Riemann lachend, "noch dazu, wenn sie hier aus der Region sind." Die frischgedruckten Exemplare sind gerade eben in der Buchhandlung eingetroffen.

Fünf Jahre hat Anneliese Hübner an ihrem neuesten Buch "Von Martinsgänsen, Weihnachtsbäumen und Heiligen Nächten - Die alte Weihnachtsfestzeit im Coburger Land" gearbeitet. Die gebürtige Coburgerin konzentriert sich in ihrem Werk vor allem auf die Entstehung der Coburger Bräuche. Aber braucht man Bräuche überhaupt? "Bräuche gehen mit der Zeit. Sie geben dem Leben Wandel und Ordnung", erklärt die Autorin, "sie zählen zu den Grundwerten jeglicher Kultur."

Tessmer: Heutzutage wichtig

Auch Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer sind Bräuche und Traditionen vor allem in der heutigen Zeit, in der für viele Menschen ein gemeinsames Fest nur noch "Essen und Trinken" bedeute, wichtiger als je zuvor. Anneliese Hübner, die seit 1979 Lyrik und Prosa rund um die Themen Brauchtum und Tradition in Coburg veröffentlicht, oft auch in Mundart, kennt sich aus mit der Geschichte der Stadt und mit dem Coburger Land.

Im Mittelpunkt des Buches steht natürlich der Christbaum. Schließlich wurde der Tannenbaum für die Weihnachtszeit erst durch die Heirat von Victoria und Albert populär. Anneliese Hübner beantwortet in ihrem neuen Buch aber auch einige andere Fragen. Warum hing der Christbaum eigentlich an der Decke? Wieso essen wir am Weihnachts- und am Neujahrsabend Linsen? Und was bedeuten die "zwölf Nächte?"

Das Buch ist ab sofort für 22 Euro in der Buchhandlung Riemann erhältlich.