Zum Artikel "Bürger verlassen die Versammlung" vom 5. November:

Im Hinblick auf die diesjährige Untersteinacher Bürgerversammlung hatte ich bereits vorab schriftlich einige Fragen bezüglich der hiesigen Abwasser-Problematik an Bürgermeister Schmiechen eingereicht; hierüber berichtete die Bayerische Rundschau am 5. November 2016:
"Im Wesentlichen drehten sich die Fragen um die Abwasserbeseitigung. Herrmann wollte wissen, warum sich das beim Landgericht Bayreuth anhängige Verfahren seit zwölf Jahren hinzieht, was Sinn und Zweck des Verfahrens sei und mit welchen Kosten die Gemeinde rechnen müsse. ,Die Probleme sollen endlich öffentlich ausdiskutiert werden', sagte er."
Allerdings blieb mein Vorbringen leider ohne Erfolg, obwohl laut Einladung "in der Bürgerversammlung gemeindliche Angelegenheiten erläutert werden können".
Die Schorgasttaler Abwasser-Druckleitung war 2001/2002 unter der Verantwortlichkeit der VG Untersteinach gebaut worden. Schon unmittelbar nach der Inbetriebnahme hatten die technischen Unregelmäßigkeiten angefangen und haben bis heute kein Ende gefunden. Der im Juni 2004 gegründete "Zweckverband Abwasserbeseitigung der Schorgasttalgemeinden" konstatierte in einem Protokoll wörtlich: "Fehler bei der Planung, Bauausführung und Bauüberwachung, beim Bau der Pumpwerke und der Abwasserdruckleitung." Daher wurde schon damals beim Landgericht Bayreuth ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet, das sich seitdem zäh dahinschleppt. Über den aktuellen Stand dieses Verfahrens hat die Öffentlichkeit keinerlei Kenntnis; man weiß nur diffus von hinausgezögerten Gutachten, aber nichts über deren Inhalt. "Es treten immer wieder neue Ungereimtheiten auf, das ist unvorstellbar", verlautete der Wirsberger Bürgermeister Hermann Anselstetter heuer im Juni in der BR.
Ein Ende dieser "unendlichen Leidensgeschichte" ist nicht absehbar, denn es entstehen ständig weiter neue Kosten: So genannte "Havarien" ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Schorgasttaler Abwasserdruckleitung, beispielsweise:
- Die "induktiven Durchflussmengen-Messgeräte" (IDM) bereiten laufend Probleme und müssen oft repariert bzw. ausgetauscht werden.
- Ähnlich verhält es sich in den Pumpwerken mit "übersteuerten Umformern".
- Und die "Kompressoren" arbeiten auch nicht zufriedenstellend.
Alles in allem stellt sich somit die Frage, ob die gesamte Anlage möglicherweise von vorneherein gar nicht sachgemäß geplant und gebaut wurde?
Wir warten auf Antworten.

Bernhard Herrmann
Untersteinach