sabine Christofzik

Bamberg — Wann wählt der Tierschutzverein einen neuen ersten Vorsitzenden? Diese Frage wirft der am 14. September 2016 zurückgetretene Robert Pfuhlmann auf. "Bis heute ist nichts passiert. Die Wahl meines Nachfolgers hätte schnellstmöglich stattfinden müssen", sagt der Bischberger.
Im Paragraf 7 Absatz 2 der Tierheim-Satzung ist festgelegt, dass "die Vorstandsmitglieder und zwar jedes einzeln für sein Amt, von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt werden, mit der Maßgabe, dass ihr Amt bis zur Durchführung der Neuwahl fortdauert.
Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so wird für den Rest seiner Amtszeit ein neues Mitglied gewählt. Zur Durchführung der Ersatzwahl ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.
Eine Ersatzwahl kann unterbleiben, wenn die Neuwahl in nicht mehr als sechs Monaten vorzunehmen und der Vorstand trotz Ausscheidens eines Mitgliedes beschlussfähig geblieben ist. Das Amt aller Vorstandsmitglieder endet mit der Neuwahl eines neuen Vorstandes."


"Hätte schon stattfinden müssen"

"Die Regelung mit den sechs Monaten greift allerdings nur, wenn turnusmäßige Neuwahlen anstehen, also alle vier Jahre. Der nächste Termin ist hier 2020", so Pfuhlmann. "Eine außerordentliche Hauptversammlung zur Nachwahl des Ersten Vorsitzenden hätte somit gemäß Satzung längst stattfinden müssen. Es sieht so aus, als ob Zeit gewonnen werden soll, um einen Kandidaten zu finden."
Der Tierschutzverein Bamberg wird im Moment kommissarisch von den zwei stellvertretenden Vorsitzenden Peter König und Peter Frank geführt.
Peter König informiert auf Nachfrage, dass der Verein seine Jahreshauptversammlung für den 7. März terminiert hat (Beginn um 19 Uhr im Kulturboden in Hallstadt). Auf der Tagesordnung stehe unter anderem auch die Wahl des Ersten Vorsitzenden.