Redwitz — Das Awo-Seniorenzentrum Redwitz bietet seinen Bewohnern regelmäßig Kontakte zu Tieren an. Der Hase "Mucki" wird von den Bewohnern in allen Maßen verwöhnt. Zusätzlich sind die Besuche des Hundes "Ricco" eine wahres Highlight.
In einem kleinen Kreis versammeln sich die Bewohner, um ihre Aufmerksamkeit ihrem besonderen Besuch zu widmen. Es ist der Berner-Sennen-Hund "Ricco", den Wolfgang Kaltenecker auf seinem monatlichen Besuch ins Awo-Seniorenzentrum mitbringt. Heute haben die beiden etwas ganz Besonderes vorbereitet.
Wolfgang Kaltenecker vertauscht drei Töpfe und die Aufgabe von "Ricco" ist es, den mittleren wiederzufinden. Mit ein bisschen Hilfe, einem Leckerli unter dem Napf, kann er den Zaubertrick lösen. Die Bewohner sind begeistert. Vor allem hat das Erscheinungsbild des Berner-Sennen-Hundes schon eine große Wirkung auf sie. Er ist hüftgroß und hat ein sehr weiches Fell, das zum Streicheln und Liebkosen einlädt. Sobald er im Raum erscheint, strecken die Bewohner die Hände nach ihm aus und feilschen um seine Aufmerksamkeit. Selbst jene, die sonst sehr zurückhaltend sind, bekommen leuchtende Augen und können von seiner Nähe gar nicht genug bekommen. Sie empfinden wahre Freude und Zuneigung.
"Der Hund ermöglicht einen unverfänglichen Körperkontakt, fördert die senso-motorischen und geistigen Fähigkeiten und regt zudem zu Eigeninitiative an", sagt Wolfgang Kaltenecker, der "Ricco" zu einem Therapiebegleithund ausgebildet hat und dessen gesundheitlichen Zustand sicherstellt. Er weiß auch, dass durch die Anwesenheit des Hundes sich der Bluthochdruck normalisieren kann, Schmerzen vermindert wahrgenommen werden und Glückshormone ausgeschüttet werden.
Eine andere Rolle nimmt der Haushase "Mucki" für die Bewohner ein. Er ist den Bewohnern immer zugänglich und einige von ihnen betrachten ihn fast als ihr persönliches Haustier. Sie gehen einkaufen, um ihm Leckereien mitzubringen und besuchen ihn täglich. Die Bewohner kümmern sich um den Hasen, was sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt und Depressionen vorbeugen kann.
"Zu den Bewohnern, die nicht mehr fit sind, gehen wir mit dem Hasen hin. Die Begegnung mit dem Hasen kommt bei den Bewohnern an und öffnet ihre Herzen", so Bianka Streng, eine Betreuungsassistentin des Hauses. Mit den Tieren haben viele Bewohner einen Weg gefunden, ihre Zuneigung auszudrücken und wirkliche Nähe zuzulassen. red