von unserer Mitarbeiterin Johanna Blum

Adelsdorf — Am Montagabend trafen sich die Mitglieder des Seniorenbeirats Adelsdorf im Rathaussaal zu einer konstituierenden Sitzung mit dem Ziel, eine neue Vorstandschaft zu wählen. Es waren jedoch, wie erwartet, keine Wahlvorschläge eingegangen und keiner der Anwesenden hatte sich zur Wahl gestellt. Eine mögliche Nachfolgerin hatte schon im Vorfeld ihre Zusage zurückgezogen. Die Wahl war also hinfällig.
Die Mitglieder des im Juni vor elf Jahren aus der Taufe gehobenen Seniorenbeirats sind ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchen, Parteien sowie der Vereine und Verbände, die in der Seniorenarbeit tätig sind. Der Beirat vertritt gegenüber der politischen Gemeinde und ihren Organen die Belange aller Bürgerinnen und Bürger ab dem 55. Lebensjahr und er versteht sich als Bindeglied zwischen den Seniorengruppen der Gemeinde auf der einen Seite und überregionalen Einrichtungen auf der anderen Seite.
Margret Müller war seit der Gründung bis Oktober 2011 die Erste Vorsitzende des Beirates. Ihr folgte Gisela Sprockhoff-Wendel, die sich aber nach den vorgeschriebenen drei Jahren im Oktober 2014 nicht mehr zur Wahl stellte und gleichzeitig als Vorsitzende mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt zurücktrat.
Bürgermeister Karsten Fischkal, der diesmal - in Ermangelung eines Vorsitzenden - die Sitzung leitete, bat um Vorschläge, wie es weitergehen solle.

Herzogenaurach als Beispiel

Margret Müller hatte sich im Landkreis umgeschaut und dann die Satzung des Seniorenbeirates Herzogenaurach zitiert: Fünf Mitglieder des Seniorenbeirates und fünf Stellvertreter werden aus dem Kreis der Bürger gewählt, die am Wahltag 60 Jahre oder älter sind und in der Gemeinde wohnen. Es sollten also auch fünf Mitglieder aus den Vereinen und fünf direkt aus der Bevölkerung gewählt werden.
Sprockhoff-Wendel schlug vor, einen Ausschuss zu bilden, der sich darum kümmert, wie es im Seniorenbeirat weiter gehen soll. Man könne ein größeres Führungsgremium wählen, sodass alles auf mehreren Schultern verteilt sei und nach dem Rotationsprinzip jeder ein Jahr den Beirat anführe.
Aus der Mitte der Anwesenden erklärten sich am Ende der sehr kurzen Sitzung Sabine Köhler-Huter, Margret Müller und Jörg Bubel bereit, sich ab sofort um das weitere Vorgehen Gedanken zu machen.
Bürgermeister Fischkal selbst wird sich um einen Referenten kümmern, der in naher Zukunft zu diesem Thema sprechen könnte und außerdem versprach er dem Team seine volle Unterstützung.