Alle vier Ortsteile der Marktgemeinde bekommen öffentliche Hotspots zum kostenlosen Empfang des Internet, beschloss der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Der Freistaat gibt jeder Gemeinde im Rahmen des Förderprogramms "BayernWLan" Zuschüsse für zwei dieser Zugangspunkte, unabhängig davon, wie viele Ortsteile sie hat.
Im November letzten Jahres hatte Finanz- und Heimatminister Markus Söder versprochen, er werde mit dieser Aktion Bayern zum "W-Lan-Land Nummer eins in Deutschland" machen. Jede Kommune erhalte damit kostenlos Zugang zum Internet. Freies WLan sei ein Standortvorteil im ländlichen Raum. Die "digitale Chancengleichheit" sei notwendig, um gleichwertige Lebensbedingungen überall in Bayern zu garantieren. Sein Ziel: ein enges Netz an 5000 Standorten in ganz Bayern mit über 10 000 Zugangspunkten.


Schutz für Gemeinde

Zum Betrieb des drahtlosen Internets muss die Marktgemeinde Maßbach von Vodafone so genannte Accesspoints mieten, da dies ein Rahmenvertrag vorsieht. Das sind Geräte, die Daten empfangen und senden. Vereinfacht gesprochen ist ein Accesspoint eine Hardware, die Nutzern per drahtlosem Netzwerk Zugriff auf das Internet ermöglicht. Diese Geräte dienen aber auch dem rechtlichen Schutz für die Gemeinde, wie zum Beispiel Störerhaftung oder Jugendschutz. Die Netzbetreiber für die notwendigen Internetanschlüsse kann der Markt dagegen frei wählen. Das soll im Markt Maßbach der örtliche Netzbetreiber NEVtv werden.


Vier Standorte

Folgende Standorte für die Accesspoints sind vorgesehen: in Maßbach am Rathaus, in Poppenlauer am neuen Dorfplatz, in Weichtungen an der alten Schule und in Volkershausen am Alten Brauhaus. In Maßbach und Weichtungen sind Stromanschlüsse vorhanden, in Poppenlauer soll der Stromanschluss in die Baumaßnahme für die Neugestaltung des Dorfplatzes mit einbezogen werden. In Volkershausen entstehen Kosten von etwa 4500 Euro, die über das zur Verfügung stehende Restbudget von 3900 Euro gefördert werden sollen. Die monatlichen Betriebskosten für das kostenlose Internet betragen insgesamt 70,07 Euro an jedem Standort, insgesamt also 280,28 Euro in der Gemeinde.


Ein Jahr Testlauf

Bürgermeister Matthias Klement wurde ermächtigt, die entsprechenden staatlichen Förderleistungen zu beantragen und alle sonst noch erforderlichen Schritte und Vergaben in die Wege zu leiten. Nach einem Jahr soll geprüft werden, wie stark das kostenlose Internetangebot angenommen wird. Bürgermeister Klement informierte auch über das Ergebnis der Anliegerversammlung zum Thema "Ausbau der Ludwigstraße" in Poppenlauer. Auf Bitten der Anlieger wird eine kleine Fläche in der Ludwigstraße nicht begrünt, sondern gepflastert.


Straßenbau: Ratenzahlung

Die Anlieger werden bekanntlich für den Straßenausbau zur Kasse gebeten.
Ihre Beiträge können sie in Raten bezahlen. Die erste Rate wird nicht, wie ursprünglich geplant, schon im April fällig, sondern erst im Juni.