Der Kreisverband Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hatte sich Ende Januar bei der Volkswagen AG für die Projektförderung für Schulsanitätsdienste beworben. Da die Bewerbung erfolgreich war, konnten unlängst 23 Notfallrucksäcke für den Schulsanitätsdienst an die Schulen aus der Stadt Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt übergeben werden, die im Schulsanitätsdienst durch das Rote Kreuz betreut werden. Mit der Unterstützung von Volkswagen werden den Schulen somit Einsatzmittel im Wert von 6100 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Übergabe wurde vorgenommen vom Bundestagsabgeordneten Stefan Müller, dem Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes, und von Dr. Peter Lederer, dem Chefarzt des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt. Ebenso vor Ort war Andreas Lambert, Leiter der Ausbildungsabteilung des BRK, die die Schulsanitätsdienste betreut. Vom Jugendparlament der Stadt Erlangen war Sophie Nlebedim vertreten.
Von der Geschäftsführung des VW-Autohauses Tauwald, in dessen Räumlichkeiten die Übergabe stattfand, waren Jörg Tauwald und Eberhard Tauwald anwesend. Wie Jörg Tauwald erklärte, war Moritz Tauwald, der Gründer des Autohauses, früher selber beim BRK aktiv. Das Rote Kreuz Erlangen und die Firma Tauwald arbeiten seit mehreren Jahrzehnten zusammen. Einsatzfahrzeuge von Volkswagen sind im Fuhrpark des Rettungsdienstes wie auch in den anderen Bereichen des Roten Kreuzes zu finden.
Ein Schulsanitätsdienst ist eine Gruppe von Schülern, die mit einer altersgerechten Ausbildung in Erster Hilfe unter Leitung und Aufsicht einer Lehrkraft bei Schulunfällen und akuten Erkrankungen Erste Hilfe leistet. Zusätzlich wirken die Schulsanitäter bei der Unfallverhütung an der Schule mit. Hauptanliegen des Schulsanitätsdienstes sind die Unfallverhütung und die Erste-Hilfe-Leistung während des Unterrichts, im Pausenhof, bei Schulsportveranstaltungen und Wandertagen sowie sonstigen schulischen Veranstaltungen. Schulsanitäter leisten damit einen wichtigen Betrag zur Sicherheit an unseren Schulen.


Erfolgreiche Wiederbelebung

Im Stadtgebiet Erlangen werden 15 Schulen und im Landkreis acht Schulen durch die Ausbildungsabteilung des Roten Kreuzes unterstützt. Natürlich ist das tägliche Kleben von Wundschnellverbänden die Hauptbeschäftigung, aber es kam schon in Einzelfällen zum Einsatz von AED-Defibrillatoren und zu erfolgreichen Wiederbelebungen. Wer helfen will, braucht gute Einsatzmittel, seien es Notfallrucksäcke oder Fahrzeuge, sonst bringen die beste Ausbildung und auch die Bereitschaft zur Hilfe nichts.
Umso mehr freut es die Vertreter des Roten Kreuzes daher, das die Erlanger Schulen nun mit Notfallausrüstungen auf neuestem Stand ausgerüstet werden können.
Mit den neuen Notfallrucksäcken können sich nun insgesamt etwa 500 Schüler im Einsatz als Schulsanitäter um Notfälle bei ihren Mitschülern und in Einzelfällen auch um ihre Lehrer kümmern. Die Wichtigkeit, dass schnell und richtig geholfen werden kann, betonte auch Peter Lederer.
Viele der Schüler möchten darüber hinaus weiteres Wissen erwerben und besuchen beim BRK die Grundausbildung Sanitätsdienst. Regelmäßig werden die Schulsanitäter von Fachleuten beim BRK oder in der Schule weitergebildet.
Thomas Heideloff