Coburg — Für die Volleyballer der VSG Coburg begann die Bundesligasaison 2014/15 gleich mit einer englischen Woche. Denn nach der begeisternden Eröffnungsveranstaltung der Liga am Donnerstag in Coburg vor weit mehr als 2000 Fans gastierte gestern Nachmittag der VCO Berlin, faktisch die Junioren-Nationalmannschaft, in der HUK-Arena. Erwartungsgemäß konnten die "Schmiede" der VSG gegen Serienmeister und Pokalsieger VfB Friedrichshafen keinen Punkt und auch keinen Satz sichern, aber am gestrigen Sonntag waren sie gleich voll da, gingen im ersten Satz mit 8:7 in Führung, bauten diese dann auf 10:7 aus. Milan Maric hatte vor 530 Zuschauern mit Poluga, Stein, Baxpöhler, Kocian, Karanovic und Youngster Karlitcek begonnen.
Nach dem 15:10 durch Moritz Karlitzek stand es zur zweiten technischen Auszeit bereits 16:10 für die Gastgeber. Nach dem 19:12 machten die Junioren aus Berlin ihren 13. Punkt, doch wenige Minuten später stand es bereits 22:15 für die Schützlinge von Milan Maric.
Idamar Stein legte noch mit einem Ass nach, doch die Gegenwehr der Berliner brachte sie auf 24:19 heran. Ein Fehlaufschlag der VCO-Junioren brachte dann die Satzentscheidung mit 25:19 für Coburg. Auffällig im 1. Satz auf Seiten der Gäste waren Nils Rudolph (Nr.3) und Felix Göbert (18). Bei den Coburgern überzeugte neben Topscorer Stein der Youngster Moritz Karlitzek, der sich natürlich bei diesem Aufeinandertreffen ganz besonders für das Jugendnationalteam empfehlen wollte - und das gelang ihm.
Im 2. Satz begann die VSG sehr furios, ging mit 6:0 in Front. Vuk Karanovic sorgte für das 8:2 zur ersten technischen Auszeit. Auch zur zweiten technischen Auszeit blieb es beim Sechs-Punkte-Vorsprung. Bei der VSG waren mittlerweile Hansi Nürnberger und Sven Kellermann im Match.
Einen spektakulären Ballwechsel gab es beim 22:16. Nach beiderseits guten Aktionen ging der Punkt an die Gäste. Nach Nürnbergers Aufschlag bei 24:17 brachte gleich der erste Satzball den 2:0-Vorsprung.
Im dritten Satz nach dem kulturellen Highlight der Coburger Tanzgruppe begannen die jungen Gäste aus der Bundeshauptstadt sehr engagiert, führten mit 0:2, doch die Coburger glichen aus, und nach fünf Minuten stand es 5:5. Die Junioren-Nationalspieler, die eine 0:3-Niederlage in Coburg unbedingt vermeiden wollten, blieben mit großem Einsatz dran, egalisierten auch die 8:7-Führung der VSG und gingen nach einem missglückten Angriff von Karlitzek selbst mit 8:9 und dann 9:10 in Front.
Nach beiderseitigen Leichtfertigkeiten und dem zwischenzeitlichen 15:15-Ausgleich blieb es spannend. Über die Stationen 16:16, 17:17 kamen die "Schmiede" doch wieder zu einem 19:17-Vorsprung, und nach einem "Hammeraufschlag" von Karlitcek veredelte Kapitän Nürnberger den zurückspringenden Ball zum 20:17.
In der Schlussphase des 3. Satzes gab es einen weiteren tollen Aufschlag der Berliner und einen Top-Block von VSG-Spieler Poluga. Ein Hinterfeldangriff von Karlitcek sorgte für den ersten Matchball, den Idamar Stein mit einem spektakulären Aufschlag-Ass in den ersten Bundesligasieg der VSG perfekt machte. Als beste Spieler wurden bei Berlin Maximilian Horn (6), bei der VSG Coburg/Grub Youngster Moritz Karlicek gewählt. teu