Coburg/Eltmann — Volleyball-Erstligist VSG Coburg/Grub ist im Umbruch. Der Verein bastelt derzeit fleißig an einer neuen schlagkräftigen Truppe für die nächste Saison. Mit dem schon vor längerer Zeit vollzogenen Wechsel auf dem Cheftrainerposten wurden dafür auch frühzeitig die Weichen gestellt.
Itamar Stein heißt der neue Hoffnungsträger, der gemeinsam mit den Führungskräften derzeit fieberhaft an einem neuen Konzept arbeitet. Das künftige Erstliga-Team soll vor allem aus vielen jungen, ehrgeizigen Spielern bestehen, die in der deutschen Eliteliga für Furore sorgen können.

Zwei Spieler weiterverpflichtet

In der HUK-Arena sollen die vielen Volleyball-begeisterten Fans jedenfalls wieder voll auf ihre Kosten kommen, wenn im Spätsommer die nächste Saison eröffnet wird. Die Verantwortlichen wollen bereits demnächst neue Spieler präsentieren. Und das müssen sie auch, denn wie Vorstandsmitglied André Dehler mitteilte, wurden nur zwei Spieler aus dem aktuellen Kader bisher weiter verpflichtet.
Dehler: "Die Mannschaft, die in der nächsten Saison auf dem Feld steht, wird nicht mehr viel Gemeinsamkeiten mit dem diesjährigen Bundesligateam haben, denn bisher haben wir nur zwei Verträge verlängert".

Drei Abgänge nach Eltmann

Für ihre zweite Saison nach ihrem Wiederaufstieg in die 2. Volleyball-Liga Süd haben sich die Oshino Volleys des VC Eschenbacher Eltmann offensichtlich einiges vorgenommen. Manager Rolf Werner und Trainer Jozef Janosik sind dabei, die Mannschaft weiter zu verstärken. Und das vor allem auch mit Spielern aus Coburg.
Um die bekannten erstligaerfahrenen Eltmanner Christian Nowak, Sebastian Richter und Johannes Engel (früher VSG) werden die neuen Spieler Nikola Poluga, Sven Kellermann und - wie bereits gemeldet - auch Thiago José Welter, alle von der VSG Coburg/Grub, sicherlich für ordentlich Respekt bei den Gegnern sorgen.
Vor allem der Abgang des Serben Nikola Poluga, 2,01 Meter groß, schmerzt bei der VSG Coburg/Grub. Bis ins Jahr 2010 spielte er bei Partizan Belgrad. Direkt von dort wechselte er zum VC Gotha, wo er drittbester Blocker der Bundesliga wurde.
Aber auch Sven Kellermann (2,03 Meter)wird eine schwer zu schließende Lücke in Coburg hinterlassen, schließlich war der erfahrene Mittelblocker ein Leistungsträger. Er kann Beruf, Wohnung und das Studium seiner Freundin Jessi in Eltmann gut unter einen Hut bringen.
Bereits seit längerem steht fest, dass Thiago José Welter, gebürtiger Brasilianer, ebenso von der VSG Coburg/Grub nach Eltmann kommt. In Coburg war er meist als Libero auf dem Feld, kann aber auch als Außenangreifer eingesetzt werden. "Eltmann ist wieder da", sagt Rolf Werner selbstbewusst. "Wir arbeiten sehr nah mit den anderen Vereinen zusammen, und es gibt auch keine negativen Auswirkungen durch die Wechsel", führt er weiter fort. "Ich kann mir vorstellen, dass wir Volleyball auf einem sehr hohen Niveau bieten werden," ergänzt Janosik mit einem Zwinkern im Auge.
"Insgesamt ist die Entwicklung in Franken sehr spannend. Coburg ist ganz oben, und wir teilen uns mit Hammelburg, Schwaig und den Oberpfälzern aus Neumarkt eine gute Plattform für sechs Derbys."
Auch bei der VSG Coburg herrscht aufgrund der Abgänge kein Neid. Dazu Dehler: "Natürlich sind die Abgänge zu Eltmann und auch weitere Abgänge bereits bekannt und sie haben bei Nikola, Sven, Moritz, Vuk und Adam auch die verschiedensten, aber nachvollziehbare Gründe. Moritz und Adam hatten deutlich bessere Angebote von Bundesligavereinen oder aus dem Ausland. Nikola will unbedingt eine Ausbildung anfangen und Sven verlagert seinen Mittelpunkt nach Nürnberg.
Wir haben in der 1. Liga einige Mittwochsspiel, an denen uns die beiden Spieler nicht zur Verfügung gestanden hätten, zudem müssen beide Spieler im Vergleich zu Vergangenheit ihre Trainingszeiten pro Woche einschränken. In der 2. Bundesliga bei Eltmann ist Beruf und Halbprofivolleyball dagegen nicht das große Problem". ct