Mit zeitweisen tollem Angriffsspiel, einer im Schlussabschnitt kaum zu überwindenden Deckung, sowie Glanzleistungen der Torhüter gelang dem HSC 2000 Coburg II die erfolgreiche Revanche in der Rückrunde gegen den SV Anzing. Mit 33:24 wurde der Gast auf die Heimreise geschickt.
Verfolger HC Erlangen II kam im Lokalderby bei Bruck nur zu einem Remis (28:28), so dass sich der Coburger Abstand auf relativ vier Zähler erhöhte. TSV Friedberg (37:10 gegen TSV Allach) und HaSpo Bayreuth (28:26 gegen TSV Unterhaching) verteidigten ihre Platzierungen im weiteren Verfolgerfeld erfolgreich, während der TSV Haunstetten mit dem 18:22 gegen DJK Waldbüttelbrunn etwas zurückgefallen ist. Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck schaffte gegen SG DJK Rimpar II ein Remis (29:29), bleibt mit Allach aber wohl ein Absteiger.


HSC 2000 Coburg II gegen
SV Anzing 33:24 (18:13)

Die HSC-Zweite musste schon alle Register ziehen, denn die Gäste waren mit einer kompromisslosen Abwehr und ihren wendigen Angreifern am Beginn gleichwertig. Zudem verpassten sie es in einer sehr ominösen Schlussphaset, gegen einen stark dezimierten HSC II etwas herauszuholen.
Erst nach dem 5:5 und mit dem Doppelpack von Wucherpfennig kamen die Coburger besser in Schwung. Der Ex-Kieler und Hajck Karapetjan sorgten für weitere Treffer im nun überzeugenden Coburger Angriff, der nach 10:7 (16.) zusammen mit einer passablen Deckung die Szenerie beherrschte (15:10). Höchst fraglich dann die zweite Zeitstrafe gegen Rivera. Der Gastgeber blieb aber mit einer aufmerksamen Deckung und guten Angriffsaktionen am Drücker. Mit zwei Toren per Siebenmeter wurde nach dem 16:13 (28) der Fünf-Tore-Vorsprung kurz vor der Pause wieder hergestellt.
Zum Haare raufen waren die ersten sechs Minuten nach dem Wechsel. Vorher kaum festzustellende technische Fehler wurden praktiziert und auch ein Siebenmeter nicht verwandelt. Zum Glück war der Spuk aber ganz schnell vorbei und es gab nur zwei Gegentreffer gegen den sich enorm steigernden Tim Titze, denn Anzing gab sich noch lange nicht geschlagen. Nach dem 18:15 war die Hoheit der "Gelb-Schwarzen" wieder da. Sie übernahmen erneut das Kommando und ließen auch in Unterzahl nicht locker, als Baucke, mehr als verwundert, für zwei Minuten raus musste. Innerhalb von fünf Minuten schraubten fünf verschiedene Stürmer den Vorsprung auf vorentscheidenden 23:16.
Ein Doppelpack von Troppmann und eine Glanztat des bei einem Siebenmeter eingewechselten Jugend-Torhüters Fabian Apfel brachte wehrte das Aufnäumen der Gäste ab.
Der HSC 2000 Coburg II blieb tonangebend mit einem Johan Andersson, der auch dorthin ging "wo es weh tat" und er sorgte für wichtige Treffer. Auch nach dem 27:21 (50.) gaben die Gäste nicht auf und blieben stets gefährlich. Sie fanden aber wenig Platz gegen die meist sehr aufmerksame HSC-Abwehr oder scheiterten freistehend an Tim Titze.


Plötzlich nur zwei Feldspieler

Das war vor allem in den Schlussminuten überaus wichtig, denn nach dem 28:23 (53.) "regnete" es Zeitstrafen gegen den HSC II, der für wenige Sekunden sogar nur zwei Feldpieler auf der Platte hatte. Fast fünf Minuten in Unterzahl spielend und kein einziger Gegentreffer, das war schon ein Bravourstück der Mannschaft, die wie gewohnt mannschftlich geschlossen agierte.
SR: Lars Geiner (Marktsteft) / Daniel Mildner (Schweinfurt). - HSC 2000 Coburg II: Tim Titze / Fabian Apfel - Florian Kirchner, Ronny Göhl, Johan Anderson (6/2), Nikola Franke (3), Hajck Karapetjan (3), Dominik Baucke (1), Lukas Wucherpfennig (7), Florian Klihm, Lars Fichtner (5), Jonathan Rivera (2), Christian Troppmann (6). - Trainer: Ralf Baucke.


Stimmen zum Spiel

Lars Fichtner: Am Anfang haben wir uns sehr schwer getan mit der offensiven Deckung, die sehr gut und aggressiv war. Nach und nach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben freie Bälle gut genutzt. Wir haben absolut verdient gewonnen. Es war ein harter Kampf. Zu den Schiedsrichtern sage ich nichts.
Florian Klihm: Der Bann ist gebrochen. Ich frage mich, warum wir uns immer gegen diese Mannschaft so schwer getan haben. Sie machen das nicht schlecht. Heute war es eine Teamleistung von uns, so dass wir das Ding nach Hause spielen konnten. ebi