Die Vergangenheit im Herzen tragen, die Zukunft mutig anpackend - von beidem geprägt die jüngste Dienst- und Jahresversammlung der Prächtinger Wehr im Kulturraum. Vor allem galt es, durch die Neubesetzung des vakant gewordenen Postens des stellvertretenden Kommandanten wieder Kontinuität zu schaffen.

Nachdem Florian Zipfel, der dieses Amt seit Januar 2014 inne hatte, dieses aus beruflichen und privaten Gründen nun nicht mehr ausüben konnte, bildete die Neuwahl eines Nachfolger einen der zentralen Programmpunkte der Versammlung. Markus Fadler, seit vielen Jahren in der Wehr aktiv, erklärte sich bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Bei 17 stimmberechtigten anwesenden Mitgliedern wurde - es gab zwei Enthaltungen - Fadler mit 15 Ja-Stimmen das Vertrauen geschenkt.

Auf 29 Aktive kann die Prächtinger Wehr zurückgreifen. Vom Vorstand der Wehr über den zweiten Bürgermeister bis hin zu Feuerwehrreferentin Friedrich wurde eine vom Gemeinderat beschlossene Anschaffung thematisiert, die aus Sicht der Prächtinger Wehr durchaus das Attribut "Meilenstein" verdient. Gemeint ist hier das im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplan genehmigte neue Tragkraftspritzenfahrzeug.

Zweiter Bürgermeister Petersen weckte Vorfreude mit dem Hinweis, nach derzeitigem Stand könne das Fahrzeug Anfang Mai ausgeliefert werden.

Durchaus kontrovers, aber in sachlicher und höflicher Art diskutiert wurde ein weiterer von den Vertretern der Prächtinger Wehr geäußerter Wunsch, den das genehmigte Fahrzeug indes nicht beinhaltet. Um auch dann stets ausgerüstet zu sein, wenn der Strom abgeschaltet werde müsse, wäre zudem ein Notstromaggregat sinnvoll, hieß es. Ein solches käme auf rund 1500 Euro. Die Feuerwehr wird sich mit einem Antrag an die Gemeinde wenden.

Im Rahmen der Versammlung kehrte ein von Adolf Schnappauf gemaltes, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Prächtinger Wehr an den damaligen Landrat und Schirmherrn Helmut G. Walther überreichtes Gemälde nun an seinen Ausgangspunkt zurück. Die Gattin Walthers war in eine kleinere Wohnung umgezogen, hatte das Bild dann dem Vater des heutigen Landrats, Georg Meißner, überlassen - und dieser wandte sich nun an die Prächtinger Wehr. Leider konnte er krankheitsbedingt nicht selbst kommen, um das Bild zu übergeben. mde