Frühjahrsputz muss sein - auch in der Hölle. Und wenn der Teufel schon nicht selbst zu Wischmopp und Putzlappen greift, dann quartiert ihn seine Großmutter eben für die Zeit des Großreinemachens kurzerhand aus. Wohin? Auf die Erde natürlich, wo der Höllenfürst trotz eines heißen Sommertages erfriert. Ein Naturhistoriker findet ihn und bringt ihn zum "Auftauen" auf das Schloss von Baroness Liddy, wo er tatsächlich wieder zu sich kommt. Nur Blödsinn im Kopf, zettelt der Teufel dort aus lauter Langeweile eine dämliche Intrige nach der anderen an und bringt alles durcheinander.

"Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" - es gibt wohl kein Stück, das die Geschichte der Werkbühne und der Faust-Festspiele (neben dem "Faust" selbst) so durchzieht wie das völlig abgedrehte Lustspiel von Christian Dietrich Grabbe. Die Komödie "In der Hölle wird gescheuert" ist somit förmlich dafür geschaffen, mit ihr das 40-jährige Bestehen der Kronacher Werkbühne zu feiern.

"Das ganze Stück ist eine einzige Nummern-Revue von überdrehten Gags, Wortspielen, satirischen Anspielungen, Kabarett, Comedy und wirklich praller Komik", schwärmt Daniel Leistner. "Die Komödie ist vor allem eine Mords-Gaudi und ein Riesenspaß, ein Lustspiel, das vor nichts und niemandem zurückschreckt."

Im Mittelpunkt steht natürlich der Teufel, und für diese Rolle gibt es in Kronach nur eine Wahl: Rainer Gräbner, der schon bei der Erstaufführung 1982 in der "Werkbühne am Kloster" einen Riesenerfolg feierte. Immer war er der intrigante, aber zugleich ungemein liebenswerte Teufel.

Regisseur Daniel Leistner wird bei der Aufführung gleich in vier Rollen schlüpfen: Das Publikum erlebt ihn als Wernthal, Naturhistoriker, Rattengift und Schmied Konrad.

Mit dabei ist auch das hinreißende "Frollein Liddy" alias Oda Gräbner. Weitere Darsteller sind Theresa Treusch als nicht besonders attraktiver, aber grundehrlicher Hell Mollfels sowie vorlauter Student, Julia Knauer als übler Freiherr von Mordax und als des Teufels Großmutter, Leonie Himmel als zauberhaftes Gottliebchen sowie Annika Gräbner als pfiffiger und stets besoffener Schulmeister, der dem Teufel eine wirklich gewitzte Falle stellt und ihn in die größten Schwierigkeiten bringt. Nicht zu vergessen: Veronika Zipfel, Annika Zipfel und Maike Müller, die als Studenten, als das Volk und als Spießgesellen die Schauspielerriege abrunden.

Premiere ist am 15. März ab 20 Uhr im "Stegner's"-Saal in Oberrodach. Weitere Aufführungen sind dort am 16., 17., 22., 23., 24., 29., 30. und 31. März. Die Aufführungen am Freitag und Samstag beginnen um 20 Uhr, die am Sonntag um 17 Uhr.

Karten gibt es noch für alle Vorstellungen, im Vorverkauf beim Imbiss "Pommes &  Fitz" in Kronach, M1-Shop Kronach, bei der OMV-Tankstelle Marktrodach, beim Schiefermuseum Ludwigsstadt und über das Internet unter www.werkbuehne-kronach.de. Der Eintritt kostet regulär 15 Euro, ermäßigt zehn Euro.