Im Gemeindehaus in Roßfeld trafen sich die Mitgliedsvereine der Sängergruppe "Sennigshöhe" zu ihrer Hauptversammlung. Der neue Kreischorleiter des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels, Markus Häßler, stellte sich kurz vor. Von der ersten Schulklasse an sei er dem Chorgesang verbunden gewesen. Er habe das Landesgymnasium für Musik in Thüringen besucht, die Chorleiterausbildung gemacht und ein Studium als Wirtschaftsingenieur absolviert. "Mein Ziel war immer, einen Chor zu leiten", sagte Häßler. 2008 übernahm er eigenen Worten zufolge seinen ersten Chor und es folgten noch weitere. Es waren immer Männer- oder Kinderchöre. Er übernahm die Chorleitung vom "Thüringer Schiefergebirge". In dieser Zeit habe er großen Wert auf das gemeinsame Singen mit vielen Chören gelegt.

Markus Häßler gründete eine Musikschule in Kronach und übernahm die Kreischorleitung von Leopold Schindler. Zuversichtlich sagte er: "Es wird bestimmt gelingen, am 29. März 2020 ein Singen mit Chören aus dem Sängerkreis Coburg-Kronach-Lichtenfels in Steinbach im Wald durchzuführen." Weiterhin wolle er versuchen, mit den Laienchören am "Tag der Wallfahrer" in Vierzehnheiligen 2021 schöne klangvolle Lieder zu singen. Kreischorleiter Häßler ermutigte die Sänger, daran teilzunehmen. Gegenwärtig leitet er noch drei Chöre.

Großes geplant

Das Singen auf der "Sennigshöhe" soll alle zwei Jahre stattfinden. Für dieses Jahr wurde das "riesige musikalische Fest" auf Sonntag, 7. Juli, ab 13.30 Uhr, festgelegt. Der Thüringer Waldverein wird für Sitzgelegenheiten und Essen sorgen. Leopold Schindler rechnet mit 200 bis 250 Sängern. Um das Equipment wird sich der stellvertretende Vorsitzende Heinz Heilingloh kümmern. Der Vorsitzende bat alle Chöre, ihm mitzuteilen, wann Lieder- oder Ehrungsabende und Versammlungen abgehalten werden. Es sei vorgesehen, einen Gesamtkalender mit allen Terminen zu erstellen, die dann die Vereine erhalten sollen. Er empfahl den Besuch des Passionsoratoriums am 7. April in der Johanniskirche in Bad Rodach (18 Uhr) oder am 14. April in der Christuskirche in Hildburghausen (17 Uhr) und den Liederabend mit mehreren Chören am 26. Oktober in der St. Marienkirche Gauerstadt.

Die Prüfung der Finanzen werden Tamara Cimander und Angela Wölfert vom Gesangverein Elsa übernehmen.

Von der Stadt Bad Rodach überbrachte Dritte Bürgermeisterin Nina Klett Grüße der Stadt und führte ein Zitat an: "Der Gesang bildet den Geschmack, bereichert und veredelt das Gemüt und richtet den Willen auf das Gute." Sie erläuterte weiter ihren musikalischen Werdegang, der schon im Kindergarten begonnen und sich in der Musikschule Meeder fortgesetzt habe. Sie habe 15 Jahre lang Gesangsunterricht genommen und in Extrachören des Landestheaters Coburg mitgesungen. Das Erlernen mehrerer Musikinstrumenten und das Spielen in zwei Blaskapellen bereiteten ihr viel Freude. "Ich wünsche, dass wieder mehr Wert auf das Singen in den Kitas gelegt wird. Erwachsene müssen bereit sein, mit den Kindern zu singen oder zu musizieren, denn da wird der Grundstein für das Singen und Musizieren gelegt", sagte Nina Klett und wünschte allen Chören ein gutes Gelingen bei ihren Veranstaltungen.

Die Ehrungen in den Chören besonders Engagierter führten Vorsitzender Leopold Schindler und Kreischorleiter Markus Häßler durch. Für ihre 30-jährige Tätigkeit als Chorleiterin bei der Liedertafel Roßfeld-Rudelsdorf wurde Elvira Löwel geehrt; seit 25 Jahren fungiert Ingrid Wüst als Kassiererin und Irmgard Geyer seit elf Jahren als Schriftführerin (beide von der Liedertafel); Ottmar Schad steht dem Sängerkranz Meeder seit 15 Jahren vor und seit 20 Jahren Heinz Heilingloh dem Sängerkranz Drossenhausen. Für die Singgemeinschaft Meeder-Drossenhausen ist Hartmut Korndörfer seit zehn Jahren Chorleiter. Für seine 30-jährige Vorstandstätigkeit beim Gesangverein Neida wurde Willi Posekardt ausgezeichnet. Die Geehrten erhielten eine Rose und ein Präsent. Karin Günther