Münnerstadt — Die Mitglieder des Vereins "Bürgerbad Münnerstadt" wollen eine Bürgerversammlung einberufen. Das ist eines der Ergebnisse einer Versammlung, bei der 3. Bürgermeister Axel Knauff (SPD) noch einmal seine Konzepte zur künftigen Nutzung des Hallenbades vorstellte. Bei der Diskussion machte Landtagsabgeordneter Günther Felbinger (Freie Wähler) auf die Wichtigkeit des Schulschwimmens für den Erhalt einer Mittelschule aufmerksam.
Es gebe auch seitens der Bevölkerung die Möglichkeit, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Dafür benötige man die Unterschriften von fünf Prozent der Wahlberechtigten, sagte Hallenbadfreund und Stadtrat Leo Pfennig (CSU) gegenüber unserer Zeitung. Von dieser Möglichkeit möchte der Verein Gebrauch machen.
Um Unterschriften zu sammeln und die Bürger zu informieren, habe der Verein einen Info-Stand beim Ostermarkt am Sonntag, 29. März, beantragt, informierte Vorsitzender Wolfgang Blümlein. Das sei ihm aber von der Stadt verweigert worden.
Die Ablehnung bestätigte Bürgermeister Helmut Blank (CSU). "Das Hallenbad wird abgerissen, dafür haben wir einen Beschluss", sagte er. Nach seiner Meinung habe so ein Stand auch nichts auf einem Ostermarkt verloren.
Das Stadtoberhaupt war am Freitag aufgebracht, weil der zuständige Mitarbeiter der Verwaltung von Wolfgang Blümlein "auf das Übelste beleidigt worden ist". Es sei seine Aufgabe, die Verwaltungsangestellten zu schützen. Jetzt überlege er ernsthaft, in diesem Fall Anzeige zu erstatten, so Helmut Blank.
Wolfgang Blümlein sagt dazu: "Das sehe ich anders." Und zur möglichen Anzeige: "Da freue ich mich drauf." Die von ihm getroffene Aussage sei nicht als Beleidigung zu sehen. "Wir sind doch nicht im Kindergarten." tm