Theresa Hirschberg

Im kleinen, feierlichen Kreise wurde am vergangenen Freitagabend das Feuerwehr-Ehrenabzeichen für 25- und 40-jährige aktive Dienstzeit an Feuerwehrleute aus der Gemeinde verliehen.
Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) betonte den nach wie vor hohen Stellenwert der Feuerwehr bei den Gemeindebürgern, die sich auf deren stete Einsatzbereitschaft verlassen könnten. Zum Thema Nachwuchsmangel bei Vereinen bemerkte Storath weiter: "Wir müssen hier und da darüber Gespräche führen - aber es wird nicht dazu kommen, dass sich einzelne Gruppen auflösen müssen." Kreisbrandrat Timm Vogler fasste in seiner Ansprache die Geräteanschaffungen der letzten Jahre und die noch anstehenden dienstlichen Veränderungen zusammen: Dazu zählen unter anderem die Feuerwehr-Bedarfsplanung im Landkreis Lichtenfels, die Einführung des Digitalfunks sowie die notwendigen Reaktionen auf den demografischen Wandel durch das verstärkte Anwerben von Jugendlichen und Frauen für die Feuerwehr.


Respekt vor Einsatzbereitschaft

Auch der stellvertretende Landrat Helmut Fischer (CSU) wies auf die vielfältigen Zuständigkeitsbereiche der freiwilligen Feuerwehr hin, egal ob es sich um Brandeinsätze, Überschwemmungen oder Unfälle handele. Zudem zollte er den Gruppenmitgliedern Anerkennung für ihre Aufopferungsbereitschaft: "Gott sei Dank bin ich kein Feuerwehrler und kann nachts im Bett liegen bleiben, wenn der Alarm losgeht!" Stellvertretend für Landrat Christian Meißner überreichte Helmut Fischer anschließend die staatlichen Ehrungsabzeichen und Urkunden.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden mit dem Ehrenzeichen in Silber geehrt: Robert Eiermann, Bernd Schwengler (FF Birkach), Gerhard Wagner, Manfred Zellmann, Bernd Zeitler (FF Döringstadt), Stephan Klinke, Thomas Pfadenhauer, Matthias Zenk (FF Ebensfeld), Norman Hümmer, Ralf Jünger (FF Freiberg), Andreas Lieb (FF Kleukheim), Matthias Amon (FF Messenfeld/Neudorf), Michael Lieb, Jürgen Müller (FF Prächting) und Bernd Winter (FF Unterneuses).
Für ihre 40-jährige "bemerkenswerte und äußerst respektable" Dienstzeit erhielten Ludwig Dütsch (FF Ebensfeld), Albert Eisendraut (FF Freiberg) und Josef Schütz (FF Oberküps) das goldene Ehrenzeichen.


Jubiläen in guter Erinnerung

Durch seine Maurerlehre und die Renovierung des Feuerwehrhauses kam Josef Schütz mit 16 Jahren zur Oberküpser Feuerwehr. Von schlimmen Einsätzen sei seine Truppe in den letzten 40 Jahren verschont geblieben; besonders gerne erinnere er sich an das 100- und das 125-jährige Bestehen, da er bei Ersterem als Fahnenjunge mitlaufen durfte. Was ihn nach so vielen Jahren noch immer an der Feuerwehr begeistert? "Dass man den jungen Mitgliedern noch immer etwas beibringen und für die Allgemeinheit da sein kann", findet Josef Schütz.
Für Ludwig Dütsch ist es vor allem der Kameradschaftsgeist, der ihn seit seinem 18. Lebensjahr beim Verein hält. "Von meiner Klasse sind damals alle zur Feuerwehr gegangen und ich bin eben als Einziger noch übrig geblieben", erzählte er lachend. Als Nächstes freue er sich vor allem auf die Feier zum 150-jährigen Bestehen der Ebensfelder Feuerwehr.