Nachdem die Sanierung der Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Windheim bereits im März baulich abgeschlossen werden konnte und die Einweihung durch Erzbischof Ludwig Schick coronabedingt abgesagt werden musste, konnte nun die generalüberholte Orgel eingeweiht werden.

Die Pfarrfamilie Windheim hatte in Orgelbauer Christian Beck und seinen Sohn Petrus ausgewiesene Fachleute gefunden, die zusammen mit freiwilligen Helfern die Windheimer Orgel Pfeife für Pfeife abbauten, reinigten, Mängel und undichte Stellen behoben und wieder fachgerecht zusammensetzten.

1971 erstmals errichtet, erklingen nun aus ehemals staubigen Orgelpfeifen wohlgestimmte Töne, die die Vorfreude auf das 50-jährige Bestehen der Orgel im kommenden Jahr wecken. 16 Register, geschickt kombiniert mit den Koppeln, erzeugen verborgene Klangfarben, erläutere der Orgelfachmann. In ihnen spiegeln sich die Feier der Sakramente ebenso wie die unterschiedlichen Phasen des Kirchenjahres, die liturgischen Gesänge und die Stimmungen der Gläubigen wider.

Mit verschiedenen Klangbeispielen zeigte Christian Beck die Vielfalt an Möglichkeiten der Windheimer Orgel. Prinzipal 8, das wichtigste Orgelregister, ist der Vorsteher, der sog. "Fürst unter den Registern". Sein angestammter Platz sei eigentlich in der Frontansicht, dem Prospekt der Orgel, erklärt Beck. Doch in Windheim sei er im Inneren untergebracht. Die Fußzahl 8 für die Länge der tiefsten Pfeife, ein Fuß entspricht etwa 30 Zentimeter, konnte aufgrund der niedrigen Bauhöhe der Decke nicht anders realisiert werden.

Mixturen sind Prinzipale, bei denen mehrere Pfeifen erklingen, wenn ein Ton gespielt wird. Eine weitere Gruppe von Pfeifen bilden die Flöten, sie sind weicher im Klang.

Beck ließ Gedackt 8‘; Lieblich-Gedackt 8‘; Flöte 4‘; Gedackt 8‘ +Waldflöte 2‘; Lieblich-Gedackt 8‘ mit Sifflöte 1 1/3‘; Pedal: Subbass 16‘ und Kombinationen davon erklingen. Nicht nur die Namen beeindruckten die Gläubigen und schufen ein tieferes Verständnis für die Kunst des Orgelspielens verbunden mit höchstem Respekt für die Orgelspieler.

Ihre Vielfalt macht die Orgel zu dem Instrument, die christliche Gemeinde zu begleiten und Gott zu ehren. Kirchenpfleger Manfred Fehn dankte im Namen aller der Familie Beck, den freiwilligen Helfern und der Gemeinde Steinbach a.Wald für das gemeinsame Gelingen des Werks. tk