Bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins stellte Jürgen Hennemann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag, Unterbezirksvorsitzender und Bürgermeister der Stadt Ebern, die Daseinsvorsorge in den Kommunen als ein wichtiges Anliegen der SPD in den Mittelpunkt seiner Rede. Dazu zählte er im Kreis Haßberge vor allem die Bildung. So seien 75 Millionen Euro für die Schulhaussanierungen im Kreis eingeplant.

Für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr müsse ein neuer Plan erstellt werden. Es könnten nicht alle Orte gleichermaßen einbezogen werden. Derzeit laufe ein Leader-Projekt für den "Burgenwinkel-Express" Ebern - Altenstein - Heldburg - Bad Rodach, wo dann Anschluss an die Agilis-Bahn bestehe.

"Integration gelungen"

Die Asylthematik sei im Kreis ohne große Aufregung abgelaufen, meinte Hennemann. Er lobte die dezentrale Organisation. Man könne feststellen, dass im Landkreis Haßberge die Integration gelungen sei. Ankerzentren zielten in die falsche Richtung. In der ehemaligen Kaserne in Ebern seien 80 Personen untergebracht, die auch Kontakt zur Bevölkerung hätten. 120 Personen lebten derzeit in normalen Wohnungen in Ebern. Ärgerlich sei die Ausweisung eines Ukrainers, der im Bauhof eine Anstellung hatte.

Hennemann kam dann auf die Situation der Krankenhäuser im Kreis zu sprechen. Das Haus Ebern habe eine gute Qualität im bundesweiten Ranking bescheinigt bekommen. Die Grundfinanzierung für kleine Krankenhäuser durch Bund und Land sei aber nicht ausreichend. Im Kreis betrage der Verlust 3,1 Millionen Euro. Es sei eine Strukturdebatte nötig. Die Frage, was für die Grundversorgung im Krankenhaus nötig ist, sei noch immer ungelöst. Es sei eine zielgerichtete Ausrichtung der Häuser nötig, etwa als Gesundheitszentren mit Nachsorge und Pflege.

Die Gelbe Tonne solle zum 1. Januar 2020 im Kreis eingeführt werden. 1992 hätte der Kreis sich dem "besseren Müllkonzept" angeschlossen. Zur Debatte habe damals die thermische Verwertung des gesamten Mülls oder die sortierte Verwertung des Mülls gestanden. Die Verwertungswege über die Wertstoffhöfe hätten sich bewährt, sagte Hennemann.

Erhöhung der Müllgebühren

Die Gelbe Tonne werde mit einer Erhöhung der Müllgebühren eingeführt, die Wertstoffhöfe würden - zeitlich und personell reduziert - weiterbetrieben. Es sei fraglich, ob die Verwertungsquoten des Mülls dadurch erhöht werden. Im statistischen Vergleich werde die Müllverwertung durch die Gelbe Tonne teurer, da die sortierte Verwertung weniger werde und die Wertstoffhöfe an Bedeutung verlören.

Bei der Generalversammlung gab Vorsitzende Susanne Kastner einen Bericht zu den Aktivitäten des SPD-Ortsvereins im Jahr 2018. Viel Zeit und Aufwand habe die Beteiligung am Jubiläum "900 Jahre Maroldsweisach" erfordert. 186 Stunden seien von Mitgliedern an den Festtagen geleistet worden.

Kastner bleibt Vorsitzende

Die Ortsbegehung in Altenstein habe der unmittelbaren Pflege des Kontakts zu den Bürgern gedient. Auch 2019 seien im Zweimonatsrhythmus Begehungen in den Ortsteilen des Marktes Maroldsweisach vorgesehen.

Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Vorsitzende Susanne Kastner, stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Hanauer und Doreen Büschel, Kassier Werner Thein, Revisoren Peter Ehrhardt und Marianne Conradi, Frauenbeauftragte Doris Pressel, Jugendbeauftragte Doreen Büschel, Beisitzer Hanna Bornkessel, Thomas Büchner, Erika Büschel, Uwe Hain, Ehrhard Helmreich, Helmut Kastner, Hedwig Renz, Robert Renz, Ria Thein und Willi Thema, kooptierte Vorstandsmitglieder die Gemeinderäte Herbert Baum, Helmut Berwind, Gerhard Gagel, Gunther Hartleb, Günter Reß und Wilfried Wolfsberger sowie Bürgermeister Wolfram Thein. red