Modisch und schick steht sie da, Catharina Fastenmeier. Moderne Mütze, bunter Webschal, Daunenjacke, Jeans, rote Chucks. Ökologisch und sozialverträglicher, nachhaltiger Kleiderkauf ist längst aus der Nische der alternativen Einzelkämpfer im Schmuddellook herausgewachsen. Von Kopf bis Fuß mit fair gehandelten Kleidungsstücken und Schuhen ausgestattet, versorgte Fastenmeier die Teilnehmer beim ersten Weltbewusst-Stadtrundgang in Haßfurts Innenstadt mit konkreten Informationen und umsetzbaren Tipps zu dem Thema Textilkauf.

Sie wusste zum Beispiel, dass jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 60 Oberbekleidungsstücke kauft. Manche Bekleidungsfirmen bieten sogar bis zu 24 Neukollektionen im Jahr an.

Fastenmeier war eine der vier Referenten, die für die Ökologisch-Demokratische Partei im Kreis Haßberge einen weltbewussten Einkaufsspaziergang durch Haßfurt gestalteten. Thomas Ort erläuterte, wie man mit bewusst gesteuertem Geld und fairen Geldanlagen die Welt ethisch verantwortet verändere.

Stefan Zettelmeier widmete sich dem Thema Ernährung. Er verglich den klimatischen Fußabdruck verschiedener Lebensmittel und deren Herstellungswege.

Maria Zettelmeier rundete den Abend ab, indem sie zu einer Tasse Tee vor dem Weltladen in der Lucengasse für den fairen Handel warb. Haßfurts Weltladen ist einer der 800 Weltläden in Deutschland. Dort arbeiten 35 Ehrenamtliche in Einkauf, Dekoration, Verkauf. "In Weltläden ist alles gut", sagte Maria Zettelmaier. Sich bei einem alltäglichen Einkauf bewusst und fair zu verhalten, koste immens viel Zeit. Zeit, um die Läden und die Ware zu finden. Zeit, das Kleingedruckte zu studieren. Zeit, sich vorher schlau zu machen, etwa darüber, welcher Anbau welche Hintergründe hat.

Im Weltladen könne man einfach guten Gewissens einkaufen. Alle Waren seien nach hohen ethischen Standards ausgewählt.