Tennenlohe — Dienstagabend schaffte es ein ungeduldiger Mann, dass aus einem Kleinunfall eine große Affäre wurde. Auslöser war ein Auffahrunfall, der sich auf der A 3 zwischen Tennenlohe und Nürnberg-Nord ereignet hatte.
Eine junge Frau aus dem Nürnberger Land musste abbremsen. Der nachfolgende Pkw-Fahrer bemerkte das zu spät und fuhr auf. Keine Verletzten, überschaubarer Schaden. Die Geschädigte rief daraufhin nicht nur die Polizei, sondern auch ihren Ehemann.
Der kam sofort sofort, aber es dauerte 20 Minuten bis die Beamten eintrafen. Als sie ankamen, bekamen sie es mit dem "äußerst diskussionsfreudigen" Ehemann zu tun. Er beklagte lautstark die langsame Anfahrt der Polizei und dass er es sehr eilig hätte. Den dichten Berufsverkehr und dass seine Frau ein falsche Unfallörtlichkeit genannt hatte, ließ er unbeachtet. Auch den Hinweis, dass er als Unbeteiligter jederzeit gehen dürfe.
Schließlich nahmen die Beamten flott den Unfall auf. Diese kurze Zeit nutzte der Ehemann dazu, einen Streit mit dem Unfallverursacher anzuzetteln, der bis zu Handgreiflichkeiten eskalierte. Ruhe gab er erst, nachdem ihm die Polizeibeamten Zwangsmassnahmen androhten.