Am heutigen Freitag beginnt die diesjährige Orgelkonzertreihe in St. Elisabeth, die in den wärmeren Monaten jeweils am ersten Freitag des Monats von 17.30 bis circa 18 Uhr in der Kirche stattfindet. 2018 wurde die Reihe vom Verein Interessand mit Unterstützung der städtischen Kulturförderung, des Bürgervereins 4. Distrikt sowie privaten Sponsoren aus der Taufe gehoben, um die vor wenigen Jahren von der Firma Eichfelder aufwendig restaurierte Steinmeyer-Orgel zum Klingen und damit ins Bewusstsein von Touristen und Einheimischen zu bringen.

Die Orgel hat eine wechselvolle Geschichte, die von Standortwechsel, Restaurierungen und Anpassungen an räumliche Gegebenheiten geprägt ist. 1878 übernahm man aus der sich am gegenüberliegenden Regnitzufer befindlichen Kapuzinerkirche Heinrich und Kunigunde (heute steht dort das Clavius-Gymnasium) vor deren Abriss eine gotisierende Inneneinrichtung samt Empore und eben dieser Orgel, die sich stilistisch gut in den Bau aus dem 14. Jahrhundert einfügt. Nach wie vor ist in St. Elisabeth der Dachstuhl von 1490 in Funktion, er überspannt neben den Gottesdiensten der Justizvollzugsanstalt, einer regelmäßig samstags stattfindenden Eucharistiefeier und den ökumenisch geplanten Universitätsgottesdiensten auch Schüleraktionen, die sich für den Erhalt von Denkmälern einsetzen, Ausstellungen und Konzerte.

Organisten aus der Region

In diesem Jahr kommen wieder viele der Organisten aus der Region: Christoph Krückl aus Bayreuth und Florian Mayer aus Ebelsbach mit einer auch für Kinder geeigneten Vertonung der "Bremer Stadtmusikanten", während aus Bamberg Karl Heinz Böhm, Wilhelm Schmidts und Florian Walz dabei sind.

Instrumente wie Blockflöten, Geige und Klarinette werden sich in einzelnen Konzerten zur Orgel gesellen. Den Auftakt der Orgelreihe übernimmt am 3. Mai der in Hamburg lebende Jonas Hamann mit Werken unter anderem von Johann Sebastian Bach und Friedrich Mendelssohn Bartholdy. red