Zum Artikel "Beim Geld hört in Neuses der Spaß auf" vom vom 19. Juni :

Es ist schon erstaunlich, wie ein Arbeitskreis "Dorferneuerung" aktiv ist, wenn Fördermittel von angeblichen 70 Prozent winken. Es ist ja in Ordnung, dies auch zu nutzen. Vielleicht ginge dies auch etwas bescheidener. Um aber nach Abzug des bis dato unbekannten Gemeindeanteiles den Rest den Straßenanliegern aufzubürden: Das ist schon ein großzügiger sportlicher Umgang mit nicht selbst erwirtschaftetem Geld.
Die blühenden Gedanken und Pläne der Arbeitskreise in Ehren: Wasserspielplatz, Bachdurchbruch für eine Furt ohne Fähre. Es fehlen noch die früheren Fischkästen und das dazugehörige Wasser, um diese in die Bachwanne, die vor circa 50 Jahren bunkerartig armiert und betoniert wurde, einzubauen. Einen neuen alten Dorfbrunnen braucht man auch wieder.
Zuviel Asphalt in der Bamberger Straße: Die dort ansässigen Gewerbebetriebe sind dankbar um jeden Kundenparkplatz- und Zufahrt. Meines Wissens sind dies Gewerbesteuerzahler, die ohne Fördermittel ihren Gemeindewohl-Beitrag leisten.
Welcher Arbeitskreis versorgt denn dann die Neuanlagen? Es hat sich bisher kein Arbeitskreis um das Bachgeländer, Altes Wehr und den trockenen, verwilderten Bach gekümmert. Überlässt man dann die Pflege wieder dem gemeindlichen Bauhof? Kostensteigerung durch die Mehrarbeiten sind in absehbarer Zeit die Folge.
Ich würde gerne mein Hausdach umdecken und nachisolieren. Wieviel Fördermittel gibt es dazu? Null Prozent oder 70 Prozent? Also lassen wir das in geduldiger Erwartung der Belastung durch die Dorferneuerung.

Robert Fleischmann
Neuses