Golog Jigme ist ein tibetischer Mönch, Filmemacher und Aktivist, der für seine Mitwirkung an dem Dokumentarfilm "Leaving Fear Behind" über die Lage in Tibet während der Olympischen Spiele 2008 mehrfach inhaftiert und gefoltert wurde. Im Mai 2014 kam er nach einer lebensgefährlichen Flucht nach Indien. Im Oktober 2015 wurde ihm politisches Asyl in der Schweiz gewährt.
Im Rahmen seiner Deutschland-Tour mit der Tibet Initiative Deutschland besucht Golog Jigme zehn Städte und ruft dazu auf, sich für die Freilassung seines Freundes und Schriftstellers Shokjang einzusetzen. Der 31- jährige Tibeter wurde wegen seiner kritischen Publikationen zu drei Jahren Haft verurteilt und sitzt seit 2015 in einem Gefängnis in Rebkong in Ost-Tibet. Am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr wird Golog Jigme zu einem persönlichen Bericht mit Diskussion in der St. Johannis-Kapelle am Oberern Stephansberg zu Gast sein.
Golog Jigme gehört heute zu den wichtigsten Zeitzeugen der anhaltenden Unterdrückung Tibets. Er setzt sich dafür ein, dass die chinesische Regierung für ihre Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen wird, etwa durch den UN-Menschenrechtsrat oder den UN-Ausschuss gegen Folter (CAT), wirbt aber auch weltweit in Gesprächen mit Politikern und Zivilgesellschaft um Unterstützung für die politischen Gefangenen in Tibet. red