Dass Völkerverständigung und europäische Integration auch viel mit Spaß und Begeisterung zu tun haben können, bewies der Aufenthalt von 20 polnischen Mädchen und Jungen in Kulmbach. Nachdem im Juni 20 interessierte Schüler und Schülerinnen sowie ihre begleitenden Lehrkräfte Petra und Peter Stumpf vom Caspar-Vischer-Gymnasium für eine Woche nach Racibórz in Oberschlesien gereist waren, fand nun der Gegenbesuch der Schüler des Adam-Mickiewicz-Lyceums am CVG statt, die nun ihrerseits äußerst eindrucksvolle Tage in Bayern verbrachten.
Die Schüler erlebten ein dichtes und vielseitig gestaltetes Programm, in dem kulturelle Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen an erster Stelle standen. So wurde eine Stadtrallye in der Kulmbacher Altstadt durchgeführt, der eine Besichtigung der Plassenburg mit dem Besuch des Zinnfigurenmuseums folgte. Bei einem Tagesausflug nach Nürnberg wurden insbesondere das Reichsparteitagsgelände sowie die Kaiserburg und die historische Altstadt erkundet. Ein anderer Ausflug führte nach Bamberg, wo die als Weltkulturerbe eingestufte Altstadt und der Dom großen Eindruck machten. Der schulische Alltag am Caspar-Vischer-Gymnasium wurde mit Unterrichtsbesuchen und einer Schulführung kennengelernt.
Auch spaßorientierte Unternehmungen, wie einkaufen in den besuchten Städten, ein gemeinsamer Kinobesuch oder ein Bowlingabend, standen auf dem Programm. Besonderen Anklang fand ein Tischfußballturnier für die polnischen und deutschen Schüler, das der 1. KSC Kulmbach aufgrund einer Initiative Detlef Freitags mit seinen Helfern eigens für den Schüleraustausch schon zum zweiten Mal organisiert hat. Der große Einsatzwillen glich die zuweilen noch erkennbaren "technischen" Schwächen der Schülerinnen und Schüler aus. Alle Mitstreiter wurden mit vom Verein gestifteten Plaketten und die Sieger mit schönen Preisen geehrt.
Welche Wertschätzung der deutsch-polnische Schüleraustausch erfährt, wurde dadurch deutlich, dass die Gäste mit ihren Begleiterinnen Irena Krawczyk und Bogumila Bak von der Leiterin des Caspar-Vischer-Gymnasiums, Ulrike Endres, und von Landrat Klaus Peter Söllner in der Schule begrüßt wurden. Bürgermeister Stefan Schaffranek empfing die Gruppe im Sitzungssaal des Rathauses: ein von der Stadt spendiertes Paar Kulmbacher Bratwürste schmeckte allen!
So konnte dieser deutsch-polnische Schüleraustausch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das gegenseitige Verständnis der jungen Menschen zu fördern und ein Ja zu Europa trotz aller Krisen und Schwierigkeiten zu betonen. red