Werner Höchstetter Wie soll das künftige Erscheinungsbild von Litzendorf geprägt sein? Dazu wurde den Räten jetzt die "Fortschreibung des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes" (SEK) von Christiane Werthmann vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung Wittmann, Valier und Partner erläutert.

Es gelte, "Potenziale und Entwicklungsachsen" aufzuzeigen, um die Förderfähigkeit von gemeindlichen Vorhaben überzeugend begründen zu können, so Werthmann. So genüge es beispielsweise nicht, eine Straße als "sanierungsbedürftig" zu deklarieren, um in entsprechende Förderprogramme (bis zu 80 Prozent) zu kommen. Vielmehr müssten Kriterien wie Barrierefreiheit, Spielplatztauglichkeit, Renaturierung und Kommunikationsmöglichkeiten ins Feld geführt zu werden. Schließlich habe der Staat ein Interesse, daran, dass die "Ortskerne nicht aussterben".

In die gleiche Kerbe hieb Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU), der sich dafür aussprach, Visionen zu entwickeln, einen "Fuß in die Tür zu stellen", um sich mit einem stimmigen Gesamtkonzept künftige Gestaltungsmöglichkeiten offen zu halten.

So sei etwa das Sportgelände des ASV Naisa geeignet, wenn nicht jetzt, dann vielleicht später, fit für die Zukunft gemacht zu werden. Das Gelände besitzt laut Möhrlein großes Potenzial, sei mittendrin und stelle eine hervorragende Verbindungsachse zwischen den Ortsteilen dar. Auch der Bereich zwischen Hollfelder Straße und Gründleinsbach bedürfe einer Aufhübschung im Rahmen des SEK, ebenso wie die ein oder andere Ortsstraße, zum Beispiel in Naisa.

Sanierung des Tiefbrunnens

Weniger visionär als vielmehr konkret angesagt ist die Erneuerung des Tiefbrunnens angesichts eines erhöhten Eisen- und Mangangehaltes des Trinkwassers. Die 1965 in Betrieb genommene Anlage ist, wie ein Vertreter der Weyrauther Ingenieurgesellschaft ausführte, veraltet. Für diese ozonbasierte Wasseraufbereitung gebe es auch keine Ersatzteile mehr. Die heute gebräuchlichen Brunnen funktionieren mit Kompressor und Belüftung, wozu der Pödeldorfer Brunnen in zwei Bauabschnitten für rund 450 000 Euro ertüchtigt werden müsse.

Des weiteren wird die Staatsstraße 2210 zwischen Litzendorf und Schammelsdorf umgebaut, um eine Zufahrt zur neuen Doppelsporthalle zu schaffen, wofür circa 160 000 Euro an Baukosten fällig werden. Gleichzeitig bekommt der Radweg eine neue Teerdecke.

Ebenso soll das Neubaugebiet "Tanzwiesen West", auch aufgrund vieler Anfragen, neu zugeschnitten werden, vorbehaltlich einer eingehenden Prüfung der angedachten Änderung.